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	<title>Irene Kasapis, Autor bei Irene Kasapis</title>
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	<title>Irene Kasapis, Autor bei Irene Kasapis</title>
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		<title>Yoga Rundreise Südafrika: Meine ehrliche Erfahrung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2026 17:36:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Sinn-)Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Yoga Rundreise Südafrika: Meine ehrliche Erfahrung zwischen Traumreise, Safari und dem Gefühl, dass etwas nicht ganz gestimmt hat.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2026/04/12/yoga-rundreise-suedafrika-meine-ehrliche-erfahrung/">Yoga Rundreise Südafrika: Meine ehrliche Erfahrung</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Südafrika.<br>Allein das Wort hat bei mir sofort Bilder ausgelöst: Weite Landschaften, wilde Tiere, salzige Luft am Meer und dieses Gefühl von Freiheit, das man im Alltag so selten findet.</p>



<p>Die Idee einer&nbsp;<strong>Yoga Rundreise Südafrika</strong>&nbsp;klang genau danach.</p>



<p>Und dann kam die Frage: Warum nicht eine Yoga Rundreise durch Südafrika machen?<br>Eine Reise, die Bewegung, Natur und innere Ruhe verbindet. Eine Reise, bei der ich mich nicht um Organisation kümmern muss – sondern einfach mitfließen kann.</p>



<p>Ich habe gebucht, mit der Vorstellung von: morgendlichem Yoga mit Blick aufs Meer, intensiven Naturerlebnissen auf Safari, echten Begegnungen – mit dem Land und vielleicht auch mit mir selbst.</p>



<p>Was ich bekommen habe, war… anders.</p>



<p>Diese Reise hat mir besondere Momente geschenkt – aber auch Situationen, in denen sich etwas nicht richtig angefühlt hat.</p>



<p>In diesem Artikel teile ich meine&nbsp;<strong>Yoga Rundreise Südafrika Erfahrungen</strong>: den Ablauf, meine Highlights, aber auch das, was für mich nicht funktioniert hat.</p>



<p>Wenn du darüber nachdenkst, selbst eine solche Reise zu buchen, bekommst du hier kein Hochglanzversprechen – sondern ein echtes Gefühl dafür, was dich erwarten kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ablauf der Yoga Rundreise Südafrika: Route, Stationen und Reiseverlauf</h2>



<p>Die Reise war klar strukturiert – zumindest auf dem Papier.</p>



<p>Eine Woche vor Abflug gab es einen Kennenlernen-Call mit den Reiseleiterinnen und der Gruppe.<br>Die Route wurde vorgestellt, offene Fragen konnten geklärt werden.</p>



<p>Meine wichtigste Frage: Wie sicher ist es vor Ort?</p>



<p>Die Antwort: „Common Sense.“<br>Kein teurer Schmuck, aufmerksam sein – und sich bewusst machen, dass es in Südafrika große Unterschiede zwischen arm und reich gibt.</p>



<p>Wie groß dieser Unterschied wirklich ist, sollte ich später selbst erleben.</p>



<p>Uns wurde zugesichert, dass wir informiert werden, sobald wir in „gefährlichere“ Gegenden kommen.<br>Auf meine Nachfrage wurde das konkretisiert mit: Überfall und Diebstahl.</p>



<p>Die Route führte von Hout Bay entlang der Garden Route bis zur Safari, mit dem Ende in Kenton-on-Sea.<br>Dazwischen: lange Busfahrten, verschiedene Unterkünfte und ein straffes Programm.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Start in Hout Bay: Ankommen zwischen Meer und Bergen</h3>



<p>Am Flughafen kaufe ich mir eine südafrikanische SIM-Karte für mein Handy und hebe mit meiner Kreditkarte Bargeld ab. Mit meiner deutschen EC-Karte kann ich in Südafrika nicht zahlen, dass habe ich noch in Deutschland bei meiner Bank abgeklärt. <br><br>Ein Fahrer, organisiert von den zwei Reiseleiterinnen/Yoga Lehrerinnen, begrüßt mich freundlich am Ausgang und bringt mich zu der ersten Unterkunft in Hout Bay, eine ruhigere und kleinere Nachbarbucht von Kapstadt.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2164" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Kueche-768x1024.jpg" alt="Ankunft in Hout Bay bei Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2164" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Kueche-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Kueche-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Kueche-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Kueche-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Kueche-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Essensplatz </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2163" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Fruehstueck-768x1024.jpg" alt="Hout Bay in Kapstadt – erster Eindruck bei meiner Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2163" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Fruehstueck-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Fruehstueck-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Fruehstueck-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Fruehstueck-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-Fruehstueck-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bestes Frühstück </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2162" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-768x1024.jpg" alt="Ankommen in Hout Bay – Start meiner Yoga Rundreise durch Südafrika" class="wp-image-2162" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Hout-Bay-bei-der-Yoga-Rundreise-Suedafrika-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sundowner in Hout Bay</figcaption></figure>
</figure>



<h3 class="wp-block-heading">Noordhoek Farm Village: Ein erster Einblick in Südafrika</h3>



<p>Ich war ein paar Tage früher angereist. Am Ankommens Tag der restlichen Teilnehmer:innen und der dadurch entstehenden Unruhe, fliehe ich mit einem Uber zur <strong><a href="https://thefarmvillage.co.za">Noordhoek Farm Village</a></strong>.</p>



<p>Ein kleiner Open-Air-Markt, fast wie ein Dorfplatz. Mittwochs gibt es hier internationale Essensstände.<br>Ich hole mir einen Teller mit verschiedenen frisch zubereiteten Salaten. Sie glänzen wie kleine Juwelen.<br><br>Und zum ersten Mal seit meiner Ankunft merke ich: Mein Appetit ist zurück.</p>



<p>Ich sitze da, esse langsam und beobachte die Menschen, die über den Markt schlendern, die Verkäufer:innen die Kleidung mit bunt leuchtenden afrikanischen Mustern und Farben verkaufen und bekomme einen mini Eindruck über das Land in dem ich die nächsten zwei Wochen verbringen werde.</p>



<p>In einem kleinen Laden kaufe ich mir schon jetzt meine ersten Mitbringsel – und ein neues Set Kleidung.<br>Denn eines lerne ich ziemlich schnell auf dieser Reise:<br></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Shoppen kann man hier hervorragend.</p>
</blockquote>



<p>Und es gibt (teilweise) wirklich besondere, schöne Dinge – Kleidung, Schmuck, kleine Fundstücke, die man eigentlich gar nicht gesucht hat.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="878" height="1024" data-id="2166" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-878x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2166" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-878x1024.jpg 878w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-257x300.jpg 257w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-768x896.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 878px) 100vw, 878px" /><figcaption class="wp-element-caption">Noordhoek Farm Village in Kapstadt</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="717" height="1024" data-id="2167" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essensauswahl-717x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2167" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essensauswahl-717x1024.jpg 717w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essensauswahl-210x300.jpg 210w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essensauswahl-768x1098.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essensauswahl-1075x1536.jpg 1075w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essensauswahl.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 717px) 100vw, 717px" /><figcaption class="wp-element-caption">Noordhoek Farm Village in Kapstadt &#8211; Essens Auswahl</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="1024" data-id="2168" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essen-760x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2168" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essen-760x1024.jpg 760w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essen-223x300.jpg 223w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essen-768x1035.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essen-1140x1536.jpg 1140w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/noordhoek-farm-village-kapstadt-yoga-rundreise-suedafrika-essen.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /><figcaption class="wp-element-caption">Noordhoek Farm Village in Kapstadt &#8211; Salate</figcaption></figure>
</figure>



<h3 class="wp-block-heading">Beginn der Yoga Rundreise Südafrika</h3>



<p>Eine kleine Raucherecke oberhalb einer ruhigen Straße wird im Guesthouse zum Yogaspace umfunktioniert.<br>Matten und Bolster werden gestellt – ich brauche nichts außer bequemer Kleidung.</p>



<p>Am Nachmittag beginnt die&nbsp;<strong>Yoga Rundreise Südafrika</strong>&nbsp;mit einer kurzen Begrüßung und direkt im Anschluss mit einer sanften Hatha-Yoga-Stunde zum Ankommen.</p>



<p>Eine klassische Vorstellungsrunde, wie ich es von anderen <a href="https://irenekasapis.de/2025/11/30/yoga-retreat-korfu-erfahrungsbericht-eine-woche-auszeit-zwischen-meer-farben-und-einer-regenbogen-traene/" type="link" id="https://irenekasapis.de/2025/11/30/yoga-retreat-korfu-erfahrungsbericht-eine-woche-auszeit-zwischen-meer-farben-und-einer-regenbogen-traene/">Yoga Retreats</a> kenne, gibt es nicht.<br>Stattdessen darf jede:r teilen, was er oder sie sich für die Reise wünscht:<br>„Freude“, „Leichtigkeit“ – ich sage „Sicherheit“.</p>



<p>Wir bekommen eine kleine Geschenktüte mit Rooibos-Tee, Gewürzen und einem Täschchen.<br>Eigentlich ein schöner Start. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2169" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-geschenk-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2169" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-geschenk-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-geschenk-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-geschenk-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-geschenk-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-geschenk-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Geschenk Tüte</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2170" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2170" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-willkommen-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Harmonium</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="766" data-id="2175" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-yogaspace-1024x766.jpg" alt="" class="wp-image-2175" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-yogaspace-1024x766.jpg 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-yogaspace-300x224.jpg 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-yogaspace-768x574.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-yogaspace.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Yoga Space</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Essen im Guesthouse: Mein kulinarisches Highlight</h2>



<p>Thomas, der Besitzer des Guesthouses <a href="http://houtandabout.co.za" type="link" id="http://houtandabout.co.za">&#8222;Hout and About&#8220;</a>, hat früher auf Yachten gekocht – und das merkt man.</p>



<p>Er bereitet <strong>extra für unsere Gruppe</strong> eines der besten Essen zu, das ich je hatte:<br>frischer Fisch, am selben Tag gefangen, dazu einfache, aber unglaublich gute Salate.</p>



<p>Alles wirkt reduziert, fast schlicht – und ist gerade deshalb so besonders.</p>



<p>In der offenen Küche beobachte ich ihn bei der Arbeit. Jede Portion sitzt millimetergenau auf dem Teller.</p>



<p>Diese Ruhe, dieser Fokus, diese Hingabe – das beeindruckt mich.</p>



<p>Seine Frau deckt jeden Abend den Tisch mit Stoffdecken, Blumen und Kerzen.<br>Ich habe das Gefühl, ich bin die Einzige, die diese Details wirklich wahrnimmt.</p>



<p>Die Gespräche drehen sich – wie so oft auf Yoga-Reisen – um die Lehrerinnen.<br>Wir tauschen uns darüber aus, woher wir sie kennen und wer sich schon durch das spirituelle Alphabet von A, wie Ayurveda Kur bis Z, wie Zirbeldrüsen Heilung gearbeitet hat. <br><br>Ich empfehle das Zimmer &#8222;Deluxe King with Sea and Mountain Views&#8220;, da gibt es eine Mini Terrasse. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="330" height="441" data-id="2172" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-bay-yoga-rundreise-suedafrika-fisch.png" alt="Frischer Fisch und Beilagen im Guesthouse in Hout Bay während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2172" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-bay-yoga-rundreise-suedafrika-fisch.png 330w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-bay-yoga-rundreise-suedafrika-fisch-224x300.png 224w" sizes="auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bester Fisch </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="336" height="437" data-id="2173" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-bay-yoga-rundreise-suedafrika.png" alt="Abendessen im Guesthouse Hout Bay – Highlight der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2173" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-bay-yoga-rundreise-suedafrika.png 336w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-bay-yoga-rundreise-suedafrika-231x300.png 231w" sizes="auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px" /><figcaption class="wp-element-caption">Bestes Essen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="336" height="452" data-id="2174" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-and-about-yoga-rundreise-suedafrika.png" alt="Gastgeber Thomas und Monty beim Kochen im Guesthouse Hout Bay während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2174" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-and-about-yoga-rundreise-suedafrika.png 336w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/essen-guesthouse-hout-and-about-yoga-rundreise-suedafrika-223x300.png 223w" sizes="auto, (max-width: 336px) 100vw, 336px" /><figcaption class="wp-element-caption">Thomas und Monty</figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ausflüge rund um Kapstadt: Zwischen Touristen-Hotspots und Naturgewalt</h2>



<p>Vom Guesthouse aus starten wir täglich mit einem organisierten Fahrer in einem Reisebus zu den klassischen Highlights rund um Kapstadt:<br>Boulders Beach mit den Pinguinen, das Kap der Guten Hoffnung und Camps Bay – auch bekannt als das „Little Miami“ Südafrikas.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="904" height="1024" data-id="2176" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-tafelberg-904x1024.jpg" alt="Tafelberg in Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2176" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-tafelberg-904x1024.jpg 904w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-tafelberg-265x300.jpg 265w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-tafelberg-768x870.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-tafelberg.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 904px) 100vw, 904px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hello Tafelberg</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2177" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-pinguine-boulders-beach-768x1024.jpg" alt="Pinguine am Boulders Beach bei Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2177" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-pinguine-boulders-beach-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-pinguine-boulders-beach-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-pinguine-boulders-beach-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-pinguine-boulders-beach-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-pinguine-boulders-beach-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">echte Pinguine</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2178" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kap-der-guten-hoffnung-768x1024.jpg" alt="Kap der Guten Hoffnung in Südafrika während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2178" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kap-der-guten-hoffnung-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kap-der-guten-hoffnung-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kap-der-guten-hoffnung-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kap-der-guten-hoffnung-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kap-der-guten-hoffnung-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kap der Guten Hoffnung</figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p>Auch&nbsp;<strong>Boschendal</strong>, bekannt für seinen Wein, und der&nbsp;<strong>Botanische Garten Kirstenbosch</strong>&nbsp;stehen auf dem Programm.</p>



<p>Jeder Tag beginnt mit Yoga – und ist danach ziemlich durchgetaktet.</p>



<p>Während ein Teil der Gruppe mit der Seilbahn auf den Tafelberg fährt, lasse ich mich in eine Kunstgalerie nach Kapstadt bringen. Höhenangst.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2179" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-768x1024.jpg" alt="Gemälde in einer Kunstgalerie in Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2179" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kunstgalerie in Kapstadt</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2180" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-2-768x1024.jpg" alt="Porträt eines betenden Kindes in einer Kunstgalerie in Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2180" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-2-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-2-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-2-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-2-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-2-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kunstgalerie in Kapstadt</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2181" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-3-768x1024.jpg" alt="Abstraktes Gemälde mit Wasser in einer Kunstgalerie in Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2181" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-3-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-3-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-3-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-3-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-kunst-3-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Kunstgalerie in Kapstadt</figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p>Die Fahrten zu den jeweiligen Sightseeing Spots sind oft lang und kurvig.<br>Ich nehme mittlerweile täglich eine Tablette gegen Übelkeit, bevor ich in den Bus steige.</p>



<p>Und trotzdem: Die Ausblicke sind atemberaubend.</p>



<p>Kilometerlange Sandstrände, raues Meer, diese Weite.</p>



<p>Besonders eindrücklich ist die Fahrt über den <strong>Chapman’s Peak Drive</strong>, eine der spektakulärsten Küstenstraßen rund um Kapstadt.</p>



<p>Hier wirkt die Natur so groß, dass ich mich für einen Moment ganz klein fühle.</p>



<p>Mittagessen gibt es unterwegs, abends essen wir meistens wieder im Guesthouse.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterreise über die Garden Route: Zwischen Schönheit und Unsicherheit</h2>



<p>Nach den ersten Tagen rund um Kapstadt geht es weiter entlang der berühmten&nbsp;<strong>Garden Route</strong>&nbsp;– eine der bekanntesten Reiserouten Südafrikas.</p>



<p>Die Landschaft verändert sich, wird erst trostlos über ewige Autobahnen, dann weiter, grüner, wilder.<br>Lange Straßen, viel Natur, immer wieder dieser Blick aufs Meer.</p>



<p>Und dann bleibt unser Bus stehen.</p>



<p>Mitten im gefühlten Nirgendwo. In Franschoek, wo es die schönsten Klamotten gibt, die ich je gesehen habe.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2187" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Franschoek-garden-route-suedafrika.jpg-768x1024.jpg" alt="Straßenszene in Franschhoek bei Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2187" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Franschoek-garden-route-suedafrika.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Franschoek-garden-route-suedafrika.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Franschoek-garden-route-suedafrika.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Franschoek-garden-route-suedafrika.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Franschoek-garden-route-suedafrika.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2189" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kuenstler-garden-route-suedafrika.jpg-768x1024.jpg" alt="Künstler in Franschhoek – ruhiger Moment während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2189" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kuenstler-garden-route-suedafrika.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kuenstler-garden-route-suedafrika.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kuenstler-garden-route-suedafrika.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kuenstler-garden-route-suedafrika.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kuenstler-garden-route-suedafrika.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2188" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-garden-route-suedafrika.jpg-768x1024.jpg" alt="Klamotten und Interior in Franschhoek bei Kapstadt während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2188" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-garden-route-suedafrika.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-garden-route-suedafrika.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-garden-route-suedafrika.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-garden-route-suedafrika.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-garden-route-suedafrika.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</figure>



<p><br>Wir werden in ein kleines Café gebracht und dort erst einmal sitzen gelassen.<br>Keine klare Information, wie es weitergeht. Kein Zeitrahmen. Kein Plan.</p>



<p>Die beiden Yoga-Lehrerinnen, die zuvor immer entspannt gewirkt haben, erscheinen plötzlich gestresst und überfordert. Das ist menschlich – darum geht es mir nicht.</p>



<p>Was mir gefehlt hat, war etwas anderes: Kommunikation.</p>



<p>Ein einfacher Satz wie: „Der Bus ist liegen geblieben, wir kümmern uns darum und melden uns, sobald wir mehr wissen“ hätte gereicht.</p>



<p>Stattdessen entsteht Unruhe in der Gruppe.<br>Einige beginnen, selbst nach Alternativen zu suchen – Transport, Unterkünfte, Möglichkeiten, irgendwie weiterzukommen.</p>



<p>Es wird halb scherzhaft darüber gesprochen. Aber in solchen Momenten steckt in jedem Scherz auch ein Stück Ernst.</p>



<p>Als diese Unsicherheit am nächsten Tag angesprochen wird, kommt die Antwort:<br>„Ihr müsst uns schon auch vertrauen.“ Und: „Ich liebe es, aus Fehlern zu lernen.“</p>



<p>Für mich sind das in diesem Moment keine hilfreichen Sätze.</p>



<p>Hier geht es nicht um persönliche Entwicklung.<br>Es geht um Organisation, Verantwortung und darum, eine Situation zu klären, in der etwas nicht nach Plan läuft.</p>



<p>Gerade auf einer geführten Reise erwarte ich, dass ich mich in solchen Momenten orientieren kann – und nicht selbst anfangen muss, Lösungen zu suchen.</p>



<p>Vertrauen entsteht für mich nicht durch Worte. Sondern durch Klarheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Emily Moon: Die schönste Unterkunft der Reise</h2>



<p>Nach den langen Fahrten entlang der Garden Route erreichen wir in der Nacht die <strong><a href="https://emilymoon.co.za" type="link" id="https://emilymoon.co.za">Emily Moon River Lodge</a></strong> in Plettenberg Bay.</p>



<p>Jeder sagt einem, bevor man als Tourist nach Südafrika fährt, nicht in der Dunkelheit unterwegs zu sein, aber durch die Bus Panne ist genau das passiert. </p>



<p>Fix und fertig von der langen Fahrt, falle ich in mein luxuriöses Hotel Bett. Die Unterkunft ist wunderschön. Schreit förmlich nach &#8222;Honeymoon&#8220;.<br>Mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, eingebettet in die Natur, ruhig, fast magisch. </p>



<p>Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, von Privatsphäre, von dem &#8222;Ich kann mich zurück ziehen&#8220;. Ich wohne im letzten Bungalow der Anlage und bin begeistert über den Komfort und den Luxus. So hatte ich mir das eigentlich vorgestellt. </p>



<p>Ein Nachteil, die Schönheit und Eleganz der Anlage hat sich nicht auf das Essen übertragen. Die Qualität ist okay, aber nichts besonderes. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="328" height="432" data-id="2183" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Badezimmer-emily-moon.png" alt="Badezimmer in der Emily Moon Lodge während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2183" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Badezimmer-emily-moon.png 328w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Badezimmer-emily-moon-228x300.png 228w" sizes="auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px" /><figcaption class="wp-element-caption">Badezimmer im Emily Moon</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="328" height="436" data-id="2184" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Yoga-plattform-emily-moon.png" alt="Yogaplattform in der Natur bei der Emily Moon Lodge während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2184" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Yoga-plattform-emily-moon.png 328w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Yoga-plattform-emily-moon-226x300.png 226w" sizes="auto, (max-width: 328px) 100vw, 328px" /><figcaption class="wp-element-caption">Yoga Plattform </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="333" height="436" data-id="2185" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Ausblick-von-meinem-bungalow.png" alt="Landschaft bei der Emily Moon Lodge in Südafrika während der Yoga Rundreise" class="wp-image-2185" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Ausblick-von-meinem-bungalow.png 333w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yoga-rundreise-suedafrika-Ausblick-von-meinem-bungalow-229x300.png 229w" sizes="auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ausblick </figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Conscious Connection Circle: Wenn ein Safe Space keiner ist</h2>



<p>Und dann kommt der Moment, der für mich alles kippt. Die missglückte Busfahrt war schon schwierig für mich. </p>



<p>Ein Teil der Gruppe ist krank im Hotel geblieben. Ich sitze mit einem anderen Teil im Kreis. Im schönsten Yoga Space. <br>Wir teilen persönliche Gedanken, Gefühle, teilweise auch sehr verletzliche Themen.</p>



<p>Währenddessen sitzen die beiden Yoga-Lehrerinnen am Rand, hören zu – und machen sich Notizen.</p>



<p>Ohne vorher zu fragen. Ohne mein Einverständnis.</p>



<p>Für mich fühlt sich das nicht sicher an. Im Gegenteil.</p>



<p>Es entsteht ein Gefühl von Beobachtet-Werden. Von Ungleichgewicht.</p>



<p>Gerade in einem Raum, der als „Safe Space“ bezeichnet wird, hätte ich erwartet, dass Grenzen klar respektiert werden – vor allem, wenn es um so persönliche Inhalte geht.</p>



<p>Was es für mich noch schwieriger macht:<br>Beim Abendessen wird später offen, vor <strong>allen</strong> Teilnehmern:innen der Gruppe, darüber gesprochen, was einzelne Teilnehmer:innen im Conscious Connection Circle geteilt haben.</p>



<p>Ich sitze da und denke: Das kann nicht euer Ernst sein.</p>



<p>Für mich ist das ein klarer Bruch von Vertrauen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="885" height="1024" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yogaspace-garden-route-suedafrika.jpg-885x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2190" style="aspect-ratio:0.8645010516475812;width:355px;height:auto" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yogaspace-garden-route-suedafrika.jpg-885x1024.jpg 885w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yogaspace-garden-route-suedafrika.jpg-259x300.jpg 259w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yogaspace-garden-route-suedafrika.jpg-768x888.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yogaspace-garden-route-suedafrika.jpg-1328x1536.jpg 1328w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/yogaspace-garden-route-suedafrika.jpg-1770x2048.jpg 1770w" sizes="auto, (max-width: 885px) 100vw, 885px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Safari in Südafrika: Der Moment, in dem alles still wird</h2>



<p>Nach den vielen Eindrücken, den langen Fahrten und auch den Momenten, die sich für mich nicht richtig angefühlt haben, verändert sich auf der Safari etwas.</p>



<p>Es wird still.</p>



<p>Im <strong>Kariega Game Reserve</strong> sind wir im <em><a href="https://www.kariega.co.za/lodges/the-homestead" type="link" id="https://www.kariega.co.za/lodges/the-homestead">The Homestead</a> </em>untergebracht – ein Haus nur für unsere Gruppe.<br>Wir werden herzlich von unserer Gastgeberin und dem Ranger empfangen, der uns in den nächsten zwei Tagen jeweils morgens und abends in das Tiergehege fahren wird.</p>



<p>Vor der ersten Fahrt gibt es eine kurze Einweisung: nicht aussteigen, leise sein – und ja, es wird genug Zeit für Fotos geben.</p>



<p>Dann geht es los.</p>



<p>Wir fahren langsam durch die weite unberührte Landschaft.</p>



<p>Und es fühlt sich im ersten Moment fast falsch an.</p>



<p>Auf wilde Tiere zuzufahren widerspricht jedem Instinkt.<br>Irgendetwas in mir sagt: Abstand halten. Weggehen. Sicherheit suchen.</p>



<p>Und gleichzeitig sitzen wir genau hier – und nähern uns.</p>



<p>Dann sind sie da.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-9 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2191" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/giraffe-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg" alt="Giraffe bei Vollmond auf Safari in Südafrika" class="wp-image-2191" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/giraffe-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/giraffe-safari-suedafrika-kariega.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/giraffe-safari-suedafrika-kariega.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/giraffe-safari-suedafrika-kariega.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/giraffe-safari-suedafrika-kariega.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Giraffe unter Vollmond</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2192" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Mensch-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg" alt="Safari Pause im Kariega Game Reserve – unterwegs im Jeep während der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2192" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Mensch-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Mensch-safari-suedafrika-kariega.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Mensch-safari-suedafrika-kariega.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Mensch-safari-suedafrika-kariega.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Mensch-safari-suedafrika-kariega.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Irene auf großer Fahrt</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2193" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/elefanten-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg" alt="Elefanten in freier Wildbahn im Kariega Game Reserve Südafrika" class="wp-image-2193" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/elefanten-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/elefanten-safari-suedafrika-kariega.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/elefanten-safari-suedafrika-kariega.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/elefanten-safari-suedafrika-kariega.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/elefanten-safari-suedafrika-kariega.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Elefanten</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2194" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/loewe-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg" alt="Löwe aus nächster Nähe auf Safari in Südafrika" class="wp-image-2194" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/loewe-safari-suedafrika-kariega.jpg-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/loewe-safari-suedafrika-kariega.jpg-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/loewe-safari-suedafrika-kariega.jpg-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/loewe-safari-suedafrika-kariega.jpg-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/loewe-safari-suedafrika-kariega.jpg-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Löwe</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2195" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/safari-jeep-kariega-game-reserve-768x1024.jpg" alt="Safari Jeep im Kariega Game Reserve in Südafrika während der Yoga Rundreise" class="wp-image-2195" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/safari-jeep-kariega-game-reserve-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/safari-jeep-kariega-game-reserve-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/safari-jeep-kariega-game-reserve-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/safari-jeep-kariega-game-reserve-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/safari-jeep-kariega-game-reserve-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jeep</figcaption></figure>
</figure>



<p><br>Tiere in freier Wildbahn. Elefanten, Giraffen, Löwen. <br>Nicht inszeniert. Nicht hinter Glas. Einfach da.</p>



<p>Ich merke, wie ich automatisch leiser werde.<br>Als würde ich verstehen, dass ich hier nicht hingehöre – sondern nur zu Gast bin.</p>



<p>Diese Weite.<br>Diese Ruhe.<br>Diese Selbstverständlichkeit, mit der alles existiert.</p>



<p>Für einen Moment fällt alles von mir ab.</p>



<p>Nur schauen.<br>Nur da sein.</p>



<p>Und genau das ist vielleicht der intensivste Moment dieser Reise.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kenton-on-Sea: Der letzte Abschnitt der Yoga Rundreise Südafrika</h2>



<p>Die Gruppenreise endet in&nbsp;<strong>Kenton-on-Sea</strong>, einem kleinen Küstenort mit spektakulärer Landschaft.</p>



<p>Die Weite, das Meer, die Ruhe – eigentlich ein Ort, der sich nach Abschluss anfühlen könnte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="747" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kenton-on-sea-suedafrika-1024x747.jpg" alt="Kenton on Sea - die letze Station der Yogarundreise Südafrika" class="wp-image-2196" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kenton-on-sea-suedafrika-1024x747.jpg 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kenton-on-sea-suedafrika-300x219.jpg 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kenton-on-sea-suedafrika-768x561.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kenton-on-sea-suedafrika.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wildes Meer </figcaption></figure>



<p>Die Gruppe wird auf zwei Unterkünfte aufgeteilt.<br>Ich lande in einem sehr hellhörigen Airbnb und teile mir das Haus plötzlich mit vier anderen Teilnehmerinnen.</p>



<p>Es fühlt sich auf einmal an wie eine Buddy-Reise. </p>



<p>Gerade nach den intensiven Tagen hätte ich mir hier mehr Rückzug gewünscht – nicht noch weniger.</p>



<p>Mit einem Flug von Port Elizabeth zurück nach Kapstadt endet die Gruppenreise schließlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kapstadt nach der Reise: Zwischen Unsicherheit und Kulturschock</h2>



<p>Die letzten Tage verbringe ich alleine in Kapstadt.</p>



<p>Schon auf der Safari erreicht mich die Nachricht:<br>Krieg im Nahen Osten.<br>Mein Rückflug mit Emirates – Kapstadt über Dubai nach München – könnte gestrichen werden.</p>



<p>Ein seltsames Gefühl.<br>Nicht zu wissen, ob ich nach Hause komme.</p>



<p>Ich versuche, mich mit Sightseeing abzulenken.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sicherheit, die sich nicht sicher anfühlt</h2>



<p>Ich übernachte im <strong><a href="https://www.oldfoundryhotel.com" type="link" id="https://www.oldfoundryhotel.com">Old Foundry Hotel</a></strong>, einer Mischung aus Co-Working-Space, Büros und Hotel.</p>



<p>Die Empfangsdame ist freundlich, erklärt mir aber direkt:<br>Das Tor zum Parkplatz wird abends um 19 Uhr geschlossen.<br>Und zeigt mir, wie die Alarmanlage im Zimmer funktioniert.</p>



<p>Security reasons.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-10 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2214" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1578-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2214" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1578-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1578-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1578-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1578-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1578-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vergittertes Büro</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2212" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1579-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2212" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1579-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1579-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1579-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1579-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1579-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Erstmal Essen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2213" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1587-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2213" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1587-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1587-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1587-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1587-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1587-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Meine Security </figcaption></figure>
</figure>



<p></p>



<p>Mir wird ein bisschen unheimlich.</p>



<p>Trotzdem gehe ich raus.<br>Bewege mich von da an aber fast nur noch in sehr touristischen Gegenden. Stelle einen Stuhl vor meine Hotelzimmer Tür.</p>



<h2 class="wp-block-heading">V&amp;A Waterfront: Wenn Welten aufeinanderprallen</h2>



<p>An der Waterfront trifft mich der nächste Kulturschock.</p>



<p>Riesige Shopping Malls, die ineinander übergehen.<br>Marken wie H&amp;M, Sephora, Krispy Kreme.</p>



<p>Mein Gefühl sagt: USA.<br>Mein Kopf weiß: Südafrika.</p>



<p>Gleichzeitig stehen an fast jeder Ecke Securities.<br>Ich frage mich ständig:<br>Passiert gerade etwas?<br>Ist etwas passiert?<br>Oder wird gleich etwas passieren?</p>



<p>Der Kontrast ist extrem.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-11 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2198" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-suedafrika-kapstadt-768x1024.jpg" alt="Einkaufszentrum in Kapstadt – Kulturschock " class="wp-image-2198" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-suedafrika-kapstadt-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-suedafrika-kapstadt-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-suedafrika-kapstadt-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-suedafrika-kapstadt-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Shoppen-suedafrika-kapstadt-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Und wieder: Shoppen</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="990" data-id="2199" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kulturschock-suedafrika-kapstadt-1024x990.jpg" alt="Donuts in einer Shopping Mall in Kapstadt" class="wp-image-2199" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kulturschock-suedafrika-kapstadt-1024x990.jpg 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kulturschock-suedafrika-kapstadt-300x290.jpg 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kulturschock-suedafrika-kapstadt-768x742.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kulturschock-suedafrika-kapstadt-1536x1485.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Kulturschock-suedafrika-kapstadt-2048x1980.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Donuts</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2200" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Reich-suedafrika-kapstadt-768x1024.jpg" alt="Luxusyacht in Kapstadt – Kontrast zwischen Reichtum und Realität in Südafrika" class="wp-image-2200" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Reich-suedafrika-kapstadt-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Reich-suedafrika-kapstadt-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Reich-suedafrika-kapstadt-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Reich-suedafrika-kapstadt-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/Reich-suedafrika-kapstadt-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die super Reichen</figcaption></figure>
</figure>



<p><br>Auf der einen Seite: Luxuswohnungen, Glasfassaden, internationale Firmen.<br>Auf der anderen: außerhalb der Stadt die eingezäunten Townships mit Wellblechhütten.</p>



<p>Am ersten Tag bin ich komplett überfordert.<br>Am zweiten fühlt es sich schon fast normal an.</p>



<p>Mein Gehirn ist im Dauerzustand: verarbeiten, einordnen, anpassen.<br>Anstrengend.</p>



<p>Ich flüchte ins Museum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zeitz MOCAA: Ein Moment von Klarheit</h2>



<p>Das&nbsp;<strong>Zeitz Museum of Contemporary Art Africa</strong>&nbsp;wird – neben der Safari – zu einem meiner absoluten Highlights.</p>



<p>Allein die Architektur ist beeindruckend:<br>ein umgebautes, altes Kornsilo.</p>



<p>Die Kunst gibt mir einen Einblick in die komplexe und oft schmerzhafte Geschichte des Landes.<br>In den langen Kampf um Freiheit.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-12 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2202" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/zeitz-mocaa-museum-kapstadt-768x1024.jpg" alt="Zeitz MOCAA Museum in Kapstadt am Hafen – ehemaliges Kornsilo in Südafrika" class="wp-image-2202" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/zeitz-mocaa-museum-kapstadt-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/zeitz-mocaa-museum-kapstadt-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/zeitz-mocaa-museum-kapstadt-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/zeitz-mocaa-museum-kapstadt-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/zeitz-mocaa-museum-kapstadt-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2201" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunst-im-kapstadt-zeitz-mocaa-768x1024.jpg" alt="Moderne Kunst im Zeitz MOCAA Museum Kapstadt" class="wp-image-2201" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunst-im-kapstadt-zeitz-mocaa-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunst-im-kapstadt-zeitz-mocaa-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunst-im-kapstadt-zeitz-mocaa-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunst-im-kapstadt-zeitz-mocaa-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunst-im-kapstadt-zeitz-mocaa-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" data-id="2203" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunstmuseum-kapstadt-zeitz-mocaa-1024x768.jpg" alt="Beeindruckende Architektur im Zeitz MOCAA Museum Kapstadt Südafrika" class="wp-image-2203" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunstmuseum-kapstadt-zeitz-mocaa-1024x768.jpg 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunstmuseum-kapstadt-zeitz-mocaa-300x225.jpg 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunstmuseum-kapstadt-zeitz-mocaa-768x576.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunstmuseum-kapstadt-zeitz-mocaa-1536x1152.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/kunstmuseum-kapstadt-zeitz-mocaa-2048x1536.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<p><br>Ich merke wieder, wie universell Kunst ist:<br>Trauer, Liebe, Verlust, Freiheit – alles findet hier einen Ausdruck.</p>



<p>Ich gehe durch die Räume, staune.<br>Und bin unendlich dankbar, dass ich diesen Ort erleben darf.</p>



<h2 class="wp-block-heading">R<strong>ückflug: Zwischen Hoffnung, Chaos und Erschöpfung</strong></h2>



<p>Irgendwann halte ich die Ungewissheit nicht mehr aus.</p>



<p>Ob ich überhaupt nach Hause komme?</p>



<p>Ich beantrage einen Refund für meinen Emirates-Flug.<br>Das Geld ist überraschend schnell wieder auf meinem Konto.</p>



<p>Ich buche neu.<br>Condor. Direktflug. Kapstadt – Frankfurt.</p>



<p>Endlich zurück in meine gewohnte Sicherheit, denke ich.</p>



<p>Am Flughafen dann das übliche Prozedere: einchecken, Passkontrolle.</p>



<p>Doch mein Flug wird immer weiter nach hinten verschoben.</p>



<p>Ich sitze in der Lounge und starre auf die Anzeigetafel.<br><strong>Delayed.</strong><br>Immer wieder.</p>



<p>Um 23 Uhr sitze ich endlich im Flugzeug.</p>



<p>Dann die Durchsage des Kapitäns:<br>Der Flieger hat tagsüber eine Delle von einem Catering-Bus bekommen.<br>Er kann nicht garantieren, dass wir überhaupt starten.</p>



<p>Eine Stunde später:<br>Die Freigabe des Herstellers könnte noch zwei bis drei Stunden dauern.</p>



<p>Der Flughafen schließt um Mitternacht. Nachtflugverbot.</p>



<p>Ein kollektives Stöhnen geht durch die Reihen.</p>



<p>Alle wieder raus.</p>



<p>Die Airline organisiert schnell ein Hotel.<br>Was nicht organisiert ist: der Transfer.</p>



<p>Uber hat Hochkonjunktur.</p>



<p>Ich schließe mich einer Finnin an, wir teilen uns ein Auto.<br>Irgendwann gegen drei Uhr morgens falle ich ins Bett.</p>



<p>Ich weiß schon gar nicht mehr, wo genau in Kapstadt ich gerade bin.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-13 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2205" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/mein-Gepaeck-kapstadt-768x1024.jpg" alt="Gepäck für die Rückreise nach Deutschland nach der Yoga Rundreise Südafrika" class="wp-image-2205" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/mein-Gepaeck-kapstadt-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/mein-Gepaeck-kapstadt-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/mein-Gepaeck-kapstadt-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/mein-Gepaeck-kapstadt-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/mein-Gepaeck-kapstadt-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mein Gepäck </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2206" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1670-768x1024.jpg" alt="Flugzeug am Flughafen Kapstadt nachts nach Flugverspätung" class="wp-image-2206" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1670-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1670-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1670-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1670-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1670-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Alle wieder raus aus dem Flieger </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2208" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/lost-in-kapstadt-768x1024.jpg" alt="Letzter Blick auf Kapstadt vor dem Rückflug nach Deutschland" class="wp-image-2208" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/lost-in-kapstadt-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/lost-in-kapstadt-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/lost-in-kapstadt-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/lost-in-kapstadt-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/lost-in-kapstadt-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick aus meinem Hotelzimmer</figcaption></figure>
</figure>



<p><br>Am nächsten Tag sollen alle Flugpassagiere um 15 Uhr wieder am Flughafen sein.</p>



<p>Also wieder Uber. Wieder warten.</p>



<p>Auf dem Rollfeld stehen zwei Condor-Maschinen:<br>die reguläre – und die vom Vortag.</p>



<p>Aber unser Flug taucht nicht auf der Anzeigetafel auf.</p>



<p>Niemand kann uns sagen, was passiert.<br>Immer wieder heißt es: warten.</p>



<p>Ich gehe raus, rauchen.<br>Gehe wieder rein.<br>Keine neuen Informationen.</p>



<p>Meine Nerven sind durch.</p>



<p>Plötzlich: Einchecken.</p>



<p>Die Business-Class-Schalter existieren nicht mehr.<br>Ich stehe mit 300 anderen Menschen in einer Schlange.</p>



<p>Ein Passagier schreit den Kapitän an.<br>Chaos.</p>



<p>Der Flug wird wieder verschoben.<br>Und wieder.<br>Und wieder.</p>



<p>Kurz sehe ich mich schon wieder in einem Hotelzimmer.</p>



<p>Dann endlich: Boarding.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-14 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2209" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1685-768x1024.jpg" alt="Flugzeuge am Flughafen Kapstadt vor dem Rückflug nach Deutschland" class="wp-image-2209" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1685-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1685-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1685-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1685-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1685-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zwillinge</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2211" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1691-768x1024.jpg" alt="Flugzeuge am Flughafen Kapstadt vor dem Rückflug nach Deutschland" class="wp-image-2211" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1691-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1691-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1691-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1691-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1691-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Über den Wolken</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2210" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1694-768x1024.jpg" alt="Ankunft am Flughafen in Deutschland nach der Rückreise aus Südafrika" class="wp-image-2210" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1694-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1694-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1694-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1694-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/04/IMG_1694-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Endlich!</figcaption></figure>
</figure>



<p><br>Im ICE von Frankfurt Flughafen geht es weiter.</p>



<p>Voll. Laut. Eng.</p>



<p>Ich frage die Zugbegleitung, ob es später leerer wird.</p>



<p>„Das weiß ich nicht.“</p>



<p>Willkommen in Deutschland.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit zur Yoga Rundreise Südafrika: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit</h2>



<p>Die&nbsp;<strong>Yoga Rundreise Südafrika</strong>&nbsp;hat sich für mich nicht klar entscheiden können.</p>



<p>Zwischen Buddy-Roadtrip und geführter Luxusreise.<br>Zwischen „lass uns treiben“ und „du kannst dich auf uns verlassen“.</p>



<p>Für den Preis hatte ich erwartet, mich sicher und gut begleitet zu fühlen.<br>Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, selbst orientieren zu müssen.</p>



<p>Es gab Momente, die genau das waren, was ich mir erhofft hatte:<br>die Safari, die Natur, einzelne Orte, die mich wirklich berührt haben.</p>



<p>Aber sie standen neben Situationen, in denen mir etwas Grundlegendes gefehlt hat:<br>Klarheit, Kommunikation und ein echtes Gefühl von Sicherheit.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ich habe Südafrika gesehen – aber ich habe es nicht wirklich gespürt.</p>
</blockquote>



<p>Zu oft habe ich mich in einer Blase bewegt:<br>Bus, Unterkunft, Gruppenorte.<br>Oder später: Uber, Hotel, touristische Spots.</p>



<p>Der Kontakt zum echten Leben vor Ort blieb für mich begrenzt.</p>



<p>Und vielleicht ist das der Punkt, der am meisten bleibt:</p>



<p>Dass mein Bedürfnis nach Sicherheit auf dieser Reise immer wieder herausgefordert wurde –<br>ohne dass es wirklich aufgefangen wurde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Für wen ist eine Yoga Rundreise Südafrika geeignet?</h3>



<p>Wenn du es magst, dich treiben zu lassen, wenig Kontrolle zu haben und flexibel auf Situationen zu reagieren, kann eine solche Reise genau das Richtige für dich sein.</p>



<p>Wenn du dir jedoch eine klar organisierte, sichere und gut geführte Reise wünschst, bei der du dich wirklich fallen lassen kannst, würde ich genauer hinschauen, welche Art von Rundreise du buchst.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Würde ich wieder eine Yoga Rundreise buchen?</h3>



<p>Nein. Ich bin einfach nicht der Typ für diese Art von Reisen. <br><br>Und gleichzeitig bin ich dankbar die Reise gemacht zu haben, alleine hätte ich nie so viel gesehen und erlebt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2026/04/12/yoga-rundreise-suedafrika-meine-ehrliche-erfahrung/">Yoga Rundreise Südafrika: Meine ehrliche Erfahrung</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Warum ich 13 Jahre in einer toxischen Beziehung geblieben bin</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2026/02/06/warum-ich-13-jahre-in-einer-toxischen-beziehung-geblieben-bin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 13:29:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Toxische Beziehung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Triggerhinweis: Dieser Text enthält Schilderungen von psychischer und körperlicher Gewalt in einer Beziehung. Der Blogartikel erzählt von einer toxischen Beziehung und davon, warum Verstehen oft erst im Rückblick möglich ist. Er ist ein persönlicher Text über Schweigen, Verwirrung und den langen Weg zurück zu sich selbst – und ein Auszug aus meinem Buch. Toxische Beziehung verarbeiten...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Triggerhinweis:</strong> Dieser Text enthält Schilderungen von psychischer und körperlicher Gewalt in einer Beziehung.</p>



<p>Der Blogartikel erzählt von einer toxischen Beziehung und davon, warum Verstehen oft erst im Rückblick möglich ist. Er ist ein persönlicher Text über Schweigen, Verwirrung und den langen Weg zurück zu sich selbst – und ein Auszug aus meinem Buch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Toxische Beziehung verarbeiten beginnt oft mit einem Satz, den man nie gesagt hat</h2>



<p>Ich habe, während ich in der Beziehung war, dreizehn Jahre lang niemandem erzählt, wie es wirklich war.<br>Nicht, weil es nichts zu erzählen gegeben hätte – sondern weil ich selbst nicht wusste, <strong>wie man eine toxische Beziehung verarbeitet</strong>, während man noch mitten in ihr steckt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Ritter mit dem Cabrio</h2>



<p>„Ich studiere Jura“, schrie er über eine Bierbank. So begann es. Oktoberfest. 1997. <br>Zehntausend Menschen. Ich war siebzehn. Meine Mutter ein Jahr zuvor gestorben.<br>Er war groß, älter und souverän. Ein Mann, der wusste, wie das Leben geht – dachte ich.<br>In Wahrheit arbeitete er in einem Callcenter. Aber damals gab es kein Google und kein Social Media. <br>Und selbst wenn: Ich hätte nicht gesucht.</p>



<p>Toxische Beziehungen beginnen selten mit Gewalt.<br>Sie beginnen mit&nbsp;<strong>Verheißung</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Liebe sich anfühlt wie Arbeit</h2>



<p>Nach zwei Jahren kam der erste Betrug. Mit meiner besten Freundin.<br>Ich erinnere mich weniger an den Schmerz als an die Verwirrung.<br>An das Gefühl, plötzlich in einer Geschichte zu stehen, deren Regeln ich nicht verstand.</p>



<p>Er leugnete. Er beschuldigte andere. Er schrieb an mich Liebesbriefe.<br>Und irgendwann stand er in dem Laden in dem ich jobbte, legte mir eine türkisfarbene Schachtel auf den Tresen.<br>Sieben kleine Diamanten. Ein Monatsgehalt. Eine Entschuldigung, die glänzte.</p>



<p>Ich nahm den Ring.<br>Ich blieb.<br>Ich schwieg.</p>



<p>Heute weiß ich:&nbsp;<strong>Love Bombing</strong>&nbsp;fühlt sich am Anfang an wie Rettung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zusammenziehen heißt nicht ankommen</h2>



<p>Nach sieben Jahren zogen wir zusammen. <br>Mein Bauch schrie Nein. Ich verstand nicht wieso, das ist doch &#8222;der nächste logische Schritt&#8220;.<br>Also passte ich mich an, wurde leiser, kleiner, praktischer.</p>



<p>Wenn man eine toxische Beziehung verarbeitet, erkennt man oft erst im Rückblick, wie sehr man sich selbst verlassen hat, lange bevor man den anderen verlässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst ist kein Beziehungsproblem. Sie ist ein Alarmsystem.</h2>



<p>Es gab Nächte, in denen ich Angst hatte.<br>Vor seiner Wut. Vor seinem Schweigen. Vor dem nächsten Vorwurf.</p>



<p>Es gab eine Nacht, in der ich wach wurde, weil er über mir kniete.<br>Und eine andere, in der er mich würgte, während ich dachte, ich müsse trotzdem pünktlich zur Arbeit.</p>



<p>Das sind keine Missverständnisse.<br>Das ist Gewalt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich blieb</h2>



<p>Diese Frage kommt immer.<br>Und sie ist falsch gestellt.</p>



<p>Ich blieb, weil ich früh gelernt hatte, alle meine Gefühle wegzupacken.<br>Weil ich Liebe mit Anstrengung verwechselte.<br>Weil ich dachte, Reagieren sei Handeln.<br>Und weil niemand mir beigebracht hatte, dass ich gehen darf.</p>



<p>Eine toxische Beziehung zu verarbeiten heißt nicht, sich schuldig zu sprechen.<br>Es heißt,&nbsp;<strong>Zusammenhänge zu verstehen</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="483" height="1024" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/02/Toxische-Beziehung-verarbeiten-483x1024.png" alt="" class="wp-image-2142" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/02/Toxische-Beziehung-verarbeiten-483x1024.png 483w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/02/Toxische-Beziehung-verarbeiten-141x300.png 141w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/02/Toxische-Beziehung-verarbeiten-768x1629.png 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/02/Toxische-Beziehung-verarbeiten-724x1536.png 724w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2026/02/Toxische-Beziehung-verarbeiten.png 943w" sizes="auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px" /></figure>



<p>Ich hatte keine Worte dafür.<br>Also blieb nur das Gefühl:&nbsp;<em>Mit <strong>mir</strong> stimmt etwas nicht.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich heute darüber schreibe</h2>



<p>Nicht aus Rache.<br>Nicht aus Nabelschau.</p>



<p>Sondern weil Schweigen immer den Falschen schützt.</p>



<p>Wenn du gerade versuchst, eine toxische Beziehung zu verarbeiten, dann vielleicht nicht durch Lösungen – sondern durch Wiedererkennen.<br>Durch meine Geschichte, die sich &#8211; in Teilen &#8211; anfühlt wie:&nbsp;<em>Das kenne ich.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn du gerade Hilfe brauchst</h2>



<p>Wenn du dich in einer akuten Gefahrensituation befindest oder Angst um deine Sicherheit hast:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Deutschland</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen:&nbsp;<strong>08000 116 016</strong>&nbsp;(24/7, anonym)</li>



<li>Notruf:&nbsp;<strong>112</strong></li>
</ul>
</li>



<li><strong>Österreich</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Frauenhelpline:&nbsp;<strong>0800 222 555</strong></li>
</ul>
</li>



<li><strong>Schweiz</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Opferhilfe:&nbsp;<strong>0800 554 453</strong></li>
</ul>
</li>
</ul>



<p>Bitte sprich mit jemandem. Du musst da nicht alleine durch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich gegangen bin</h2>



<p>Ich bin nicht gegangen, weil ich plötzlich stark war.<br>Ich bin gegangen, weil mein Körper schneller verstanden hat als mein Kopf.<br>Weil Angst irgendwann nicht mehr nur ein Gefühl war, sondern ein Zustand.<br>Weil es einen Morgen gab, an dem ich vor der Wohnungstür stand und wusste: Wenn ich heute bleibe, verliere ich mich endgültig. Nicht meine Würde, nicht meine Hoffnung – sondern mein Leben.<br>Es war kein großer Befreiungsmoment. Kein Triumph.<br>Es war ein stilles, klares Wissen:&nbsp;<em>Das hier ist kein Ort mehr, an dem ich überleben kann</em>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Schluss</h2>



<p>Eine toxische Beziehung zu verarbeiten ist kein linearer Prozess.<br>Es ist ein Weg zurück zu dir.<br>Langsam. Unordentlich. Wahr.</p>



<p>Ich schreibe darüber, weil ich zu lange geschwiegen habe.<br>Und weil es diese Männer noch gibt.<br>Aber auch diese Frauen, die irgendwann gehen.<br><br>Wie mich. Wie dich.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2026/02/06/warum-ich-13-jahre-in-einer-toxischen-beziehung-geblieben-bin/">Warum ich 13 Jahre in einer toxischen Beziehung geblieben bin</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Trauer und Einsamkeit: Warum beides oft zusammengehört</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2026/01/05/trauer-und-einsamkeit-warum-beides-oft-zusammengehoert/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Jan 2026 09:37:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trauer und Einsamkeit gehen oft Hand in Hand. Nach einem Verlust fühlt sich die Welt fremd an, während innen alles in Bewegung ist. Dieser Text zeigt, warum Einsamkeit zur Trauer gehört und was helfen kann, mit ihr zu leben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2026/01/05/trauer-und-einsamkeit-warum-beides-oft-zusammengehoert/">Trauer und Einsamkeit: Warum beides oft zusammengehört</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Trauer und Einsamkeit</strong> sind zwei Worte, die im ersten Moment wie stille Nachbarn wirken. Beide sprechen leise, beide treten oft dann auf, wenn wir es am wenigsten wollen. Und doch sind sie verbunden wie zwei Schatten, die sich gegenseitig länger erscheinen lassen.</p>



<p>Viele Menschen erleben nach einem Verlust nicht nur Trauer, sondern eine tiefe Form der Einsamkeit, die anders ist als das übliche Alleinsein. Sie ist nicht leer. Sie ist voll. Voll von Erinnerungen, Gedanken, Emotionen und inneren Gesprächen, die man vorher vielleicht gar nicht kannte.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Trauer so oft einsam macht</strong></h2>



<p>Wenn jemand&nbsp; durch Tod, Trennung oder ein anderes Ende geht, entsteht eine Lücke, die sich nicht sofort füllen lässt. Die Welt läuft weiter, aber deine eigene bleibt kurz stehen. Du siehst Menschen, die lachen, arbeiten, einkaufen, leben. Und du fragst dich vielleicht: <em>Warum fühlt sich alles so weit weg an?</em></p>



<p>Einsamkeit in der Trauer entsteht, weil:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>der Mensch fehlt</strong>, mit dem du früher deine Welt geteilt hast</li>



<li><strong>das Umfeld oft unsicher reagiert</strong> – viele wissen nicht, wie sie mit Trauer umgehen sollen</li>



<li><strong>deine innere Welt sich verändert</strong>, während dein Umfeld gleich bleibt</li>



<li><strong>du plötzlich mehr Zeit mit dir selbst verbringst</strong> – ob du willst oder nicht</li>
</ul>



<p>Diese Einsamkeit ist nicht „falsch“. Sie ist ein Teil des Prozesses. Ein Raum, in dem sich die Trauer ausbreiten darf, um irgendwann einmal kleiner zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die stille Seite der Trauer</strong></h2>



<p>Trauer ist nicht nur laut, schmerzhaft oder dringlich. Sie hat auch eine leise Seite. Viele Betroffene berichten von Tagen, an denen äußerlich nichts passiert – die <em>unsichtbaren Tage</em> –, aber innerlich alles in Bewegung ist.</p>



<p>Einsamkeit macht diese Tage intensiver:<br>Plötzlich hörst du Gedanken, die früher im Alltagslärm verschwunden sind. Du bemerkst Gefühle, die lange keinen Platz hatten. Du erinnerst dich an Momente, die du kaum ausgehalten hast – und an solche, die du nie verlieren willst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Einsamkeit auch etwas zeigen kann</strong></h2>



<p>Auch wenn sie weh tut: Einsamkeit kann ein Spiegel sein.</p>



<p>Sie zeigt dir:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>was dir wirklich wichtig ist</strong></li>



<li><strong>welche Verbindungen dir fehlen</strong></li>



<li><strong>welche du neu knüpfen willst</strong></li>



<li><strong>wo du dich selbst verloren hast</strong></li>



<li><strong>wo du dich selbst wiederfinden kannst</strong></li>
</ul>



<p>Einsamkeit zwingt dich, nach innen zu schauen. Und viele entdecken dort nicht nur Schmerz, sondern auch Mut. Mut, Hilfe zu suchen. Mut, zu gehen, wenn etwas nicht mehr passt. Mut, Unterstützung anzunehmen. Mut, neue Rituale zu finden.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie du mit Trauer und Einsamkeit umgehen kannst</strong></h2>



<p>Es gibt keinen festen Plan, aber es gibt Wege:</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Verbindungen, die echt sind</strong></h3>



<p>Suche Menschen, die zuhören, nicht reparieren wollen. Die aushalten können, dass du gerade nicht funktionierst wie sonst.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>2. Rituale, die dich tragen</strong></h3>



<p>Ein Tee auf der Couch. Ein Spaziergang zu einer bestimmten Uhrzeit. Ein Satz, den du dir selbst sagst. Kleine Dinge können wie Anker sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>3. Schreiben – um Raum zu schaffen</strong></h3>



<p>Ob Tagebuch, Notiz, Blog oder ein Gespräch mit deiner Trauer selbst: Schreiben holt Licht in das Dunkel.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>4. Hilfe annehmen</strong></h3>



<p>Trauer ist keine Schwäche. Und Einsamkeit auch nicht. Manchmal braucht es jemanden, der den Weg ein Stück mitgeht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>5. Die Magie erkennen, die trotzdem da ist</strong></h3>



<p>Vielleicht nicht sofort. Vielleicht erst, wenn der Sturm leiser wird. Aber sie kommt – ein Moment, der dich erinnert:<br><em>Es gibt wieder Leben. Und es darf wieder leicht sein.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wenn Trauer und Einsamkeit zu viel werden</strong></h2>



<p>Manchmal wird der Schmerz so groß, dass du ihn nicht mehr allein halten kannst.<br>Dann ist es wichtig, dass du weißt: <strong>Du musst das nicht. Und du darfst jederzeit Hilfe holen.</strong></p>



<p><strong>Kostenfreie, anonyme Hilfe in Deutschland – rund um die Uhr:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>📞 <strong>TelefonSeelsorge</strong><strong><br></strong>0800 111 0 111<br>0800 111 0 222<br>116 123</li>



<li>📞 <strong>Krisendienst Psychiatrie (24/7 in vielen Regionen, u. a. München &amp; Bayern):</strong><strong><br></strong>0800 655 3000</li>



<li>🚑 <strong>Im akuten Notfall: 112</strong></li>
</ul>



<p>Du bist nicht allein. Und du musst diesen Weg nicht ohne Unterstützung gehen.</p>
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		<title>Yoga Retreat Korfu Erfahrungsbericht: Eine Woche Auszeit zwischen Meer, Farben und einer Regenbogen-Träne</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/11/30/yoga-retreat-korfu-erfahrungsbericht-eine-woche-auszeit-zwischen-meer-farben-und-einer-regenbogen-traene/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 17:13:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Sinn-)Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen im Yoga Retreat auf Korfu: eine Woche voller Yoga, Malerei, Stille und Weite – und den Moment einer Regenbogen-Träne, der mir gezeigt hat, dass es möglich ist die Trauer in mein Leben zu integrieren.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>In diesem Artikel teile ich meine Erfahrungen im Yoga Retreat auf Korfu: eine Woche voller Yoga, Malerei, Stille und Weite – und den Moment einer Regenbogen-Träne, der mir gezeigt hat, dass es möglich ist die Trauer in mein Leben zu integrieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Korfu, Bali und die Frage nach der spirituellen Energie</h2>



<p>Man sagt, Griechenland sei das Indonesien Europas – wegen der vielen Inseln. Und Korfu soll, ähnlich wie Bali, ein Ort mit besonderer Energie sein.<br>Ich war auf beiden Inseln. Und ganz ehrlich:&nbsp;<strong>Wer Bali und Korfu in einen Topf wirft, hat keine Ahnung.</strong> <br>Ja, auch auf Korfu zieht es spirituell Suchende an. Doch das kleine Zentrum dieser Szene findet man vor allem im Norden, in&nbsp;<strong>Arillas</strong>.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2084" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Ausblick-auf-Arillas-768x1024.jpg" alt="Yoga Retreat Korfu - Ausblick auf die Bucht von Arillas" class="wp-image-2084" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Ausblick-auf-Arillas-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Ausblick-auf-Arillas-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Ausblick-auf-Arillas-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Ausblick-auf-Arillas-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Ausblick-auf-Arillas-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2083" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Spirituelle-Angebote-768x1024.jpg" alt="Yoga Retreat Korfu - Das spirituelle Angebot ist groß und doch überschaubar" class="wp-image-2083" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Spirituelle-Angebote-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Spirituelle-Angebote-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Spirituelle-Angebote-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Spirituelle-Angebote-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Spirituelle-Angebote-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ich dieses Mal nach Korfu geflogen bin</strong></h2>



<p>Ich reiste dieses Mal nicht auf der Suche nach Erleuchtung. Nicht nach Heilung, nicht nach Antworten.<br>Nach dem Tod meines Vaters war mein Leben im Außen weitergelaufen: Umzug, Jobkündigung, ein Jahr voll Trauer, das mich müde gemacht hatte – bis in die Knochen.</p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-03f010e3c93fc40098339dbd2079e4da">Ich brauchte eine Pause von meinem Leben.</p>



<p>Als ich das&nbsp;<strong>Mal- und Yoga Retreat auf Korfu</strong>&nbsp;bei Birgit buchte, wusste ich, dass mir die Woche guttun würde. Wie dringend ich sie brauchte, wurde mir erst auf der Insel bewusst.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wie ich Birgit kennenlernte – und was ihr Retreat so besonders macht</strong></h2>



<p>Birgit lernte ich 2020 über einen Yoga-Anbieter kennen. Ich kehrte nach Deutschland zurück, sie blieb. Und wir machten fast jedes Wochenende gemeinsam online Yoga.</p>



<p>Währenddessen baute sie ihr Haus aus: den <strong>Fairground Corfu</strong> – ein altes Bauernhaus, umgeben von Olivenhainen, mit Blick aufs Meer.</p>


<div class="kb-gallery-wrap-id-2068_bc8e36-94 alignnone wp-block-kadence-advancedgallery"><ul class="kb-gallery-ul kb-gallery-non-static kb-gallery-type-masonry kb-masonry-init kb-gallery-id-2068_bc8e36-94 kb-gallery-caption-style-bottom-hover kb-gallery-filter-none" data-image-filter="none" data-item-selector=".kadence-blocks-gallery-item" data-lightbox-caption="true" data-columns-xxl="3" data-columns-xl="3" data-columns-md="3" data-columns-sm="2" data-columns-xs="1" data-columns-ss="1"><li class="kadence-blocks-gallery-item" tabindex="0"><div class="kadence-blocks-gallery-item-inner"><figure class="kb-gallery-figure kadence-blocks-gallery-item-hide-caption"><div class="kb-gal-image-radius" style="max-width:837px;"><div class="kb-gallery-image-contain kadence-blocks-gallery-intrinsic" style="padding-bottom:122%;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground-837x1024.jpg" width="837" height="1024" alt="Yoga Retreat Korfu - Fairground" data-full-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground.jpg" data-light-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground.jpg" data-id="2113" class="wp-image-2113" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground-837x1024.jpg 837w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground-245x300.jpg 245w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground-768x939.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Fairground.jpg 1170w" sizes="auto, (max-width: 837px) 100vw, 837px" /></div></div></figure></div></li><li class="kadence-blocks-gallery-item" tabindex="0"><div class="kadence-blocks-gallery-item-inner"><figure class="kb-gallery-figure kadence-blocks-gallery-item-hide-caption"><div class="kb-gal-image-radius" style="max-width:459px;"><div class="kb-gallery-image-contain kadence-blocks-gallery-intrinsic" style="padding-bottom:127%;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick-1.png" width="459" height="584" alt="" data-full-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick-1.png" data-light-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick-1.png" data-id="2114" class="wp-image-2114" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick-1.png 459w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick-1-236x300.png 236w" sizes="auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px" /></div></div></figure></div></li></ul></div>


<p><br>Über die Jahre entstand ein Ort, der Retreat, Zuhause und Atelier zugleich ist:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>eine handverlegte Yogaplattform aus Holz</li>



<li>eine Außenküche</li>



<li>ein liebevoll renoviertes Haus</li>



<li>viel Raum für Stille, Natur und Kreativität</li>
</ul>



<p>Ihr Wohnhaus ist der Retreat-Ort. Frühstück gibt es in ihrer Küche. Kunst, Yoga und Natur fließen hier nahtlos ineinander.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-kadence-infobox kt-info-box2068_d5147b-1d"><span class="kt-blocks-info-box-link-wrap info-box-link kt-blocks-info-box-media-align-top kt-info-halign-left" aria-label="Yoga Retreat Korfu  "><div class="kt-blocks-info-box-media-container"><div class="kt-blocks-info-box-media kt-info-media-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-container kt-info-icon-animate-none"><div class="kadence-info-box-icon-inner-container"><span class="kb-svg-icon-wrap kb-svg-icon-fe_loader kt-info-svg-icon"><svg viewBox="0 0 24 24"  fill="none" stroke="currentColor" stroke-width="2" stroke-linecap="round" stroke-linejoin="round" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg"  aria-hidden="true"><line x1="12" y1="2" x2="12" y2="6"/><line x1="12" y1="18" x2="12" y2="22"/><line x1="4.93" y1="4.93" x2="7.76" y2="7.76"/><line x1="16.24" y1="16.24" x2="19.07" y2="19.07"/><line x1="2" y1="12" x2="6" y2="12"/><line x1="18" y1="12" x2="22" y2="12"/><line x1="4.93" y1="19.07" x2="7.76" y2="16.24"/><line x1="16.24" y1="7.76" x2="19.07" y2="4.93"/></svg></span></div></div></div></div><div class="kt-infobox-textcontent"><h2 class="kt-blocks-info-box-title">Yoga Retreat Korfu </h2><p class="kt-blocks-info-box-text">Ort: Arillas, Nordwestküste von Korfu<br>Leitung: Birgit Prochnow – Künstlerin, Yogalehrerin &amp; Gestalterin mit langjähriger Erfahrung<br>Ausrichtung: Yoga, Achtsamkeit, Malerei &amp; kreative Selbsterfahrung<br>Dauer: 1 Woche (je nach Termin)<br>Sprache: Deutsch und Englisch<br>Unterkunft: liebevoll renoviertes Haus mit Garten und Yogaplattform mit Meerblick<br>Yoga: sanft, fließend, für alle Levels geeignet<br>Kunst: freies Malen mit Aquarell-, Acrylfarben, Kreiden &amp; Naturmaterialien<br>Besonderheiten: kleine Gruppen, familiäre Atmosphäre, kein Leistungsdruck<br>Verpflegung: vegetarisch, regional &amp; frisch gekocht<br>Beste Reisezeit: Mai – Juni &amp; September – Oktober (mildes Licht, angenehme Temperaturen)<br>Geeignet für: Alleinreisende, Kreative, Neuanfänger &amp; Menschen in Umbruchsphasen<br>Website / Anmeldung: <a href="http://birgit-prochnow.de/">http://birgit-prochnow.de/</a> oder Anmeldung über <a href="https://www.wetravel.com/users/birgit-prochnow?utm_source=ig&amp;utm_medium=social&amp;utm_content=link_in_bio&amp;utm_id=1344207247310791_v2_s02_e1002&amp;fbclid=PAZXh0bgNhZW0CMTEAc3J0YwZhcHBfaWQMMjU2MjgxMDQwNTU4CGNhbGxzaXRlAjE1AAGnLIvHnjSunLzxmZ3WL9lmtOndjRn2aCf2yr4bdUg_avWERXLml9ur2_15DBM_aem_qdFHxJ8STAlCtv_2MIOy0g">wetravel</a> </p></div></span></div>
</div></div>
</div>
</div>



<h2 class="kt-adv-heading2068_63bfb6-52 wp-block-kadence-advancedheading" data-kb-block="kb-adv-heading2068_63bfb6-52"><strong>Malen und Yoga – eine kreative Woche auf Korfu</strong></h2>



<p>Am ersten Retreat-Tag klingelt mein Handy um 6:30 Uhr.<br>„Daylight, you got me cursing the daylight“, singt Harry Styles.<br>Ich stehe seufzend auf, frühstücke kurz und sitze Punkt 8:00 Uhr im Mietwagen – für einen Langschläfer wie mich ein kleiner Sieg.<br><br>Google Maps führt mich über enge, vom Winter zerrissene Straßen nach oben zum fairground.corfu.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stille, Yoga und Ankommen im Körper</strong></h3>



<p>Birgit begrüßt uns und erinnert daran: <strong>Wir beginnen in Stille.</strong><br></p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-16 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="459" height="584" data-id="2097" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick.png" alt="Yoga Retreat Korfu - Yoga mit Ausblick" class="wp-image-2097" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick.png 459w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Yoga-mit-Ausblick-236x300.png 236w" sizes="auto, (max-width: 459px) 100vw, 459px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" data-id="2076" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-mein-Yogaplatz-1-1024x1024.png" alt="Yoga Retreat Korfu - mein Yogaplatz" class="wp-image-2076" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-mein-Yogaplatz-1-1024x1024.png 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-mein-Yogaplatz-1-300x300.png 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-mein-Yogaplatz-1-150x150.png 150w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-mein-Yogaplatz-1-768x768.png 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-mein-Yogaplatz-1.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</figure>



<p><br>Ich nehme eine Matte, Blöcke, eine Decke. Alles ist vorhanden.<br>Der Sturm hat sich noch nicht gelegt.</p>



<p>Ich sinke das erste Mal seit Monaten tief in mich hinein.</p>



<p>Nach dem Yoga frühstücken wir gemeinsam: Chia-Pudding, Tee, Kaffee, frisches Obst, Granatäpfel, Nüsse. Alles leicht, liebevoll und ohne Druck.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kreativität und Heilung: Der Malteil des Yoga Retreat Korfu</strong></h3>



<p>Dann beginnt der kreative Teil.<br>Unsere erste Übung:&nbsp;<strong>fünf Minuten malen</strong>, dann weitergeben.</p>



<p>Ich mache sechs rote Punkte, grüne Streifen, blaue Flächen, gelbe Ecken – Kindheitsfarben.</p>



<p>Nach fünf Minuten wandert mein Blatt weiter.<br>Ich bekomme eines mit drei schwarzen Flecken.<br>Instinktiv male ich Smileys darüber.</p>



<p>Acryl, Zewa, Spuren. Die kleine Irene in mir hüpft vor Freude.</p>


<div class="kb-gallery-wrap-id-2068_663340-1e alignnone wp-block-kadence-advancedgallery"><ul class="kb-gallery-ul kb-gallery-non-static kb-gallery-type-masonry kb-masonry-init kb-gallery-id-2068_663340-1e kb-gallery-caption-style-bottom-hover kb-gallery-filter-none" data-image-filter="none" data-item-selector=".kadence-blocks-gallery-item" data-lightbox-caption="true" data-columns-xxl="3" data-columns-xl="3" data-columns-md="3" data-columns-sm="2" data-columns-xs="1" data-columns-ss="1"><li class="kadence-blocks-gallery-item" tabindex="0"><div class="kadence-blocks-gallery-item-inner"><figure class="kb-gallery-figure kadence-blocks-gallery-item-hide-caption"><div class="kb-gal-image-radius" style="max-width:409px;"><div class="kb-gallery-image-contain kadence-blocks-gallery-intrinsic" style="padding-bottom:147%;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erster-Tag.png" width="409" height="602" alt="" data-full-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erster-Tag.png" data-light-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erster-Tag.png" data-id="2116" class="wp-image-2116" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erster-Tag.png 409w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erster-Tag-204x300.png 204w" sizes="auto, (max-width: 409px) 100vw, 409px" /></div></div></figure></div></li><li class="kadence-blocks-gallery-item" tabindex="0"><div class="kadence-blocks-gallery-item-inner"><figure class="kb-gallery-figure kadence-blocks-gallery-item-hide-caption"><div class="kb-gal-image-radius" style="max-width:1024px;"><div class="kb-gallery-image-contain kadence-blocks-gallery-intrinsic" style="padding-bottom:100%;"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2-1024x1024.png" width="1024" height="1024" alt="" data-full-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2.png" data-light-image="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2.png" data-id="2079" class="wp-image-2079" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2-1024x1024.png 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2-300x300.png 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2-150x150.png 150w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2-768x768.png 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-2.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></div></div></figure></div></li></ul></div>


<p><br><br>Als mein Bild wieder vor mir liegt, sind meine roten Punkte von einem schwarz-lila Rand umschlossen – einer Träne oder einem Samen.</p>



<p>Wieder in München, beim Schreiben dieses Textes, wird mir klar:<br>Es sind die sechs Verluste meines Lebens – Mama, Partner 1–4, mein Papa – zu einem neuen Anfang gefasst.</p>



<figure class="wp-block-kadence-image kb-image2068_6e7730-14 size-medium"><img loading="lazy" decoding="async" width="225" height="300" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erkenntnis-beim-Schreiben-225x300.jpg" alt="Yoga Retreat Korfu - Erkenntnis beim Schreiben" class="kb-img wp-image-2117" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erkenntnis-beim-Schreiben-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erkenntnis-beim-Schreiben-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erkenntnis-beim-Schreiben-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erkenntnis-beim-Schreiben-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Erkenntnis-beim-Schreiben-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px" /></figure>



<p>Auf dem Yoga Retreat Korfu frage ich mich:<br>„Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich alles übermale?“</p>



<p>Später im Bett weiß ich:<br>Ich bin nicht schlecht.<br>Ich habe nur immer wieder neu anfangen müssen.<br>Vielleicht ist das meine Art, mit Trauer zu leben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Stürmische Tage und griechisches Licht</strong></h3>



<p>Der Sturm wütet zwei Tage weiter. Einige verkriechen sich ins Haus – ich bleibe draußen.<br>Eingepackt, Kapuze tief, suche ich mir Sonnenflecken und male dort.</p>



<p>Im Oktober ist das Licht weich, warm, weit.<br>Meine Seele fühlt sich freier als zuhause.</p>



<p>Von der Yogaplattform sehe ich das Meer, eingerahmt von Oliven und Grün.<br>Es wirkt surreal – wie eine Postkarte, in der ich leben darf.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-17 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="438" height="660" data-id="2093" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Kunstaustellung.png" alt="Yoga Retreat Korfu - Unsere tägliche Kunstausstellung" class="wp-image-2093" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Kunstaustellung.png 438w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Kunstaustellung-199x300.png 199w" sizes="auto, (max-width: 438px) 100vw, 438px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="462" height="624" data-id="2092" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Kunst-mit-Ausblick.png" alt="Yoga Retreat Korfu - Malen mit Aussicht" class="wp-image-2092" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Kunst-mit-Ausblick.png 462w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Kunst-mit-Ausblick-222x300.png 222w" sizes="auto, (max-width: 462px) 100vw, 462px" /></figure>
</figure>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Kleine Routinen, die mich zurück ins Leben holen</strong></h3>



<p>Über die Woche entsteht ein Rhythmus: früh aufstehen, Yoga, Frühstück, Malen und viel Raum für mich. </p>



<p>Ich schlafe viel. Ich fahre durch kleine Dörfer. Ich gehe an leeren Stränden spazieren.</p>



<p>Auf einer Wanderung finde ich eine zerbrochene Kachel.<br>Am nächsten Tag nutze ich ihre Rückseite als Schablone – Frottage.<br>Birgit erklärt, dass Max Ernst diese Technik verwendete.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="882" data-id="2095" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Mal-und-Yoga-Retreat-Korfu-Frottage-1-1024x882.jpg" alt="Yoga Retreat Korfu - Blumen" class="wp-image-2095" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Mal-und-Yoga-Retreat-Korfu-Frottage-1-1024x882.jpg 1024w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Mal-und-Yoga-Retreat-Korfu-Frottage-1-300x259.jpg 300w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Mal-und-Yoga-Retreat-Korfu-Frottage-1-768x662.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Mal-und-Yoga-Retreat-Korfu-Frottage-1.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" data-id="2096" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Blumen-768x1024.jpg" alt="Yoga Retreat Korfu -Meine Kunst" class="wp-image-2096" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Blumen-768x1024.jpg 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Blumen-225x300.jpg 225w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Blumen-1152x1536.jpg 1152w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Blumen-1536x2048.jpg 1536w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/Yoga-Retreat-Korfu-Blumen-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
</figure>



<p></p>



<p>Birgit gibt uns jeden Tag kleine Kunstimpulse: Perspektive, Schatten, Blickführung, Farbenlehre. Alles freiwillig – alles einladend.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Moment der Regenbogen-Träne</strong></h3>



<p>Am letzten Tag tanzen wir nach dem Yoga.<br>Ich mag Ecstatic Dance eigentlich nicht.<br>Doch der Flow der Woche trägt mich.</p>



<p>Ich schließe die Augen. Bewege mich.<br>Drehe mich zum Olivenhain. Öffne die Augen.</p>



<p>Die Sonne streicht über meine Arme. Der Sturm hat sich endlich gelegt.</p>



<p>Für einen Moment bin ich glücklich.<br>Und traurig zugleich, weil mein Vater nie wieder in sein Land zurückkehren wird.</p>



<p>Und dann kommt sie:<br><strong>eine Regenbogen-Träne, bunt wie diese Woche war.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Leben mit Trauer – was bleibt nach der Reise</strong></h2>



<p>Auf Korfu konnte meine Seele atmen.<br>Ich nehme warme Blicke, kleine Gespräche und stille Begegnungen mit.</p>



<p>Die täglichen Mini-Kunstlektionen haben mein Sehen verändert:<br>Blickführung, Farbkombinationen, Tiefe.</p>



<p>Korfu ist eine Insel, auf der Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen.<br>Und nach diesem&nbsp;<strong>Yoga Mal Retreat Korfu</strong>&nbsp;ist etwas in mir in Bewegung geraten.</p>



<p>Ich sehne mich nach mehr –<br><strong>und nach Meer.</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2025/11/30/yoga-retreat-korfu-erfahrungsbericht-eine-woche-auszeit-zwischen-meer-farben-und-einer-regenbogen-traene/">Yoga Retreat Korfu Erfahrungsbericht: Eine Woche Auszeit zwischen Meer, Farben und einer Regenbogen-Träne</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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		<title>9 Trauerrituale, die mir geholfen haben, weiterzugehen</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/11/16/9-trauerrituale-die-mir-geholfen-haben-weiterzugehen/</link>
					<comments>https://irenekasapis.de/2025/11/16/9-trauerrituale-die-mir-geholfen-haben-weiterzugehen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Nov 2025 11:18:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Trauer bleibt, aber sie verändert sich. Hier erzähle ich von 9 Trauerritualen, die mir geholfen haben, weiterzugehen – leise, alltagstauglich und nah an meinem eigenen Weg</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2025/11/16/9-trauerrituale-die-mir-geholfen-haben-weiterzugehen/">9 Trauerrituale, die mir geholfen haben, weiterzugehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>In diesem Artikel geht es um persönliche <strong>Trauerrituale</strong>, die mich seit 30 Jahren begleiten. Ohne Muss, ohne Anleitung. Nur Erfahrungen.<br><br>Wenn jemand stirbt, funktioniert man erst einmal. Beerdigung organisieren, <a href="https://irenekasapis.de/2025/02/19/der-kranz/">Blumen aussuchen</a>, Karten drucken, Behörden informieren, vielleicht noch einen Leichenschmaus planen. Ein absurdes Abhaken von To-dos. Viele klappen danach zusammen, weil erst dann klar wird, was <em>wirklich</em> passiert ist.</p>



<p>Aber was passiert <strong>nach</strong> diesem organisatorischen Ausnahmezustand?<br>Wie erinnern wir uns <strong>im Alltag</strong> an die Menschen, die wir verloren haben?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="483" height="1024" src="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/9-Trauer-Rituale-483x1024.png" alt="9 Trauer Rituale, die mir geholfen haben weiterzugehen" class="wp-image-2130" srcset="https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/9-Trauer-Rituale-483x1024.png 483w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/9-Trauer-Rituale-141x300.png 141w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/9-Trauer-Rituale-768x1629.png 768w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/9-Trauer-Rituale-724x1536.png 724w, https://irenekasapis.de/wp-content/uploads/2025/11/9-Trauer-Rituale.png 943w" sizes="auto, (max-width: 483px) 100vw, 483px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was Rituale in der Trauer für mich bedeuten</strong></h2>



<p>Ein Ritual wird oft definiert als <em>„formelle Handlung mit hohem symbolischen Gehalt“</em>.<br>Trauer hält sich aber selten an Regeln. Was bleibt, ist der <strong>symbolische Teil</strong>: eine kleine Handlung, die die Vergangenheit in das Jetzt holt.</p>



<p>Für mich sind Trauerrituale kein Versprechen, dass etwas leichter wird. Sie sind eher ein <strong>Ort</strong>, an dem ich meine Trauer ablegen oder wieder aufnehmen kann. Ein Baby Step, ein Tränchen, ein Atemzug.<br>Und manchmal auch ein bisschen Magie.</p>



<p>Trauer bleibt. Ein Leben lang — nur anders.<br>Und jede*r trauert im eigenen Tempo. Das ist völlig okay.</p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-0aef3e9e93941b3ac6cf7a4a528cfc6b">Ein Trauerritual ist eine kleine Handlung, die die Vergangenheit in das Jetzt holt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Meine persönlichen Trauerrituale</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mein neuestes Trauerritual: Mit den Verstorbenen sprechen</strong></h3>



<p>Ich spreche laut mit meinem Vater.<br><br>Manchmal ist es nur ein „Hallo?“, manchmal erzähle ich ihm, was in meinem Leben los ist. Es fühlt sich an wie <strong>eine Sprachnachricht in die Stille</strong>. Ohne Antwort, aber mit Wirkung. Für mich.</p>



<p>Ich mache das an Orten, wo mich niemand hört: zu Hause, im parkenden Auto, manchmal auf einer abgeschlossenen Toilette.<br><br>Das laute Aussprechen hilft mir, Gedanken aus dem Kopf zu bekommen. Und manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Vater mir jetzt wirklich zuhört – anders als zu Lebzeiten.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einen festen Ort schaffen</strong></h3>



<p>In meinem Wohnzimmer, zwischen meinen Lieblingsbüchern, stehen Bilder meiner Mutter, meiner Oma und meines Vaters – hinter einer Tür, die ich selbst öffnen kann, wenn ich möchte.</p>



<p>Von meinem Vater habe ich eine alte Standuhr geerbt. Kitschig, aber sie hat ein pinkes Regal bekommen, so wie meine Lieblingsfarbe. An seinem Todestag stelle ich eine Blume dazu. Dieser Platz verbindet mein Früher und mein Heute.</p>



<p>Früher hatte ich überall Fotos stehen. Irgendwann wurde es zu viel. Heute tut mir ein <strong>bewusst gestalteter Ort</strong> besser, weil ich selbst bestimmen kann, wann ich Kontakt möchte.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine Kerze anzünden</strong></h3>



<p>Im Herbst und Winter brennen bei mir fast jeden Abend Kerzen. Der Tanz der Schatten fühlt sich an, als wäre ich weniger allein. </p>



<p>Wenn ich besonders an meine Oma denke, zünde ich eine Bienenwachskerze an. Ihr Geruch bringt mich zurück in unsere Kartenspiel-Sonntage.<br>Ich mag besonders Dip-Dye-Kerzen – der Farbverlauf erinnert mich daran, dass Gefühle gleichzeitig existieren dürfen.</p>



<p>In jedem Land, das ich bereise, zünde ich auch eine Kerze in einer Kirche an. Nicht aus Glauben, sondern aus Respekt. Ohne meine Ahnen gäbe es mich nicht.</p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-e9e812553144c8725af5f374921e3c2c">Denn ein Trauerritual kann auch gleichzeitig zu einem Dankbarkeitsritual werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Weinen (oder auch nicht)</strong></h3>



<p>Weinen ist mein “Go-to”-Trauerritual, wenn es zu viel wird.<br>Ob versteckt hinter meiner Sonnenbrille, auf der Couch, am Boden liegend, im Bett – und dann: Salzwasser.<br>Die Schriftstellerin Karen Blixen sagte: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p><br><em>„Die Lösung für alles ist Salzwasser. Schweiß, Tränen oder Meer.“<br></em></p>
</blockquote>



<p>Und ja, danach fühle ich mich ein bisschen freier. Manchmal nur ein Mü. </p>



<p><strong>Aber Weinen ist kein Muss.</strong><br><br>Als mir mein Rad geklaut wurde, habe ich erst eine Woche später geweint. Der Schmerz brauchte Zeit. Denn ja: </p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-ee52d640dce47830b7cc6ff10096a7f0">Trauern kann man nicht nur um Menschen, sondern auch um Gegenstände.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Spazierengehen</strong></h3>



<p>Wenn die Trauer laut wird, gehe ich in den Wald. Dem Wald ist es egal, wie ich aussehe, ob ich erfolgreich bin oder nicht, ob ich traurig oder wütend bin. Er ist einfach da. <br><br>Mein eigenes Tempo beim Gehen beruhigt mich.<br><br>Und Schritt für Schritt zu gehen, ist <strong>symbolisch für den Trauerprozess</strong>. Die Jahreszeiten erinnern mich daran, dass das Leben ein Kreislauf ist und dass der Tod ein Teil davon ist.</p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-0f7dfa1088924d179e6bfc123c76d4c3">Das Spazierengehen ist für mich ein Trauerritual, das mich aus dem Kopf in meinen Körper bringt, denn Trauer kann nicht “zerdacht” werden, sie möchte gefühlt werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zum Grab gehen</strong></h3>



<p>In unserer Gesellschaft ist das Trauerritual Nummer 1: Zum Grab gehen.&nbsp;Ich gehe selten zu dem Grab meiner Eltern, weil ich sie dort nicht spüre.<br><br>Sie leben in meinen Erinnerungen weiter, in meinen Geschichten. <br><br>Wenn ich hingehe, dann wie ein kurzer Anruf: vor einer Reise, oder zu Weihnachten.</p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-0b0f877f3b726fbfa381129937d33210">Was ich <strong><em>nicht</em></strong> empfehlen kann: obsessives zum Grab gehen.<br>Während meines Burnouts 2013 war ich jeden Tag dort – morgens und nachmittags.<br>Es war schmerzhaft, aber es hatte einen Sinn: Ich habe begonnen, mich mit meiner Trauer auseinanderzusetzen.</p>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einen Gegenstand bei sich tragen</strong></h3>



<p>Meine Mutter und Oma haben auf ihren Reisen immer Schmuckstücke mitgebracht. Viele lagen jahrzehntelang in einer Schublade. Einige habe ich später in Geldnot verkauft, um mir ein Ticket nach Bali zu kaufen. Ein paar Ringe und vor allem eine Kette meiner Mutter habe ich behalten.</p>



<p>Diese <strong>Kette</strong> trug ich auf all meine Reisen mit meiner Trauer. Zwei kleine Anhänger hängen an der Kette: das blaue Auge für Schutz und eine Perle von einem kleinen goldenen Kranz umrandet. Meine persönliche Bedeutung dahinter ist, dass meine Mutter immer ”ein Auge auf mich hat” und dass die Perle mein Steuerrad über mein Leben ist.&nbsp;</p>



<p>Von meinem Vater habe ich einen silbernen <strong>Christophorus-Schlüssel Anhänger</strong> geerbt. Fast hätte ich ihn verloren. Jetzt trage ich ihn zusammen mit einem neuen Anhänger.<br><br>Wenn der Schmerz groß ist, reibe ich über die raue Oberfläche.<br>Wenn er klein ist, bedanke ich mich.<br><br>Beides ist Kontakt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein alltägliches Ritual: Die Khaki-Schüssel</strong></h3>



<p>Mein Papa hatte im Herbst immer eine Schüssel mit Khakis auf der Anrichte.<br>Nichts Besonderes. Einfach nur Khakis. Aber sie lagenn da. Jedes Jahr. Immer zur selben Zeit.</p>



<p>Und dann – letzte Woche – stehe ich im Supermarkt …<br>… und sehe diese eine Frucht.</p>



<p>Und plötzlich war er wieder da.<br>Nur für einen Moment.<br>Und mir liefen die Tränen runter. Einfach so. Zwischen Joghurt und Zwiebeln.</p>



<p>Ich hab die Schüssel jetzt bei mir.<br>Und ich fülle sie mit Khakis.</p>



<p>Weil Trauer manchmal genau so aussieht:<br>still.<br>unauffällig.<br>aber lebendig.</p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-c84fb519c197ece3eebb409bd51487c5">Und wie du siehst, können auch neue Trauerrituale einfach so im Alltag entstehen. Denn Trauer hat keine Regeln und ist im ständigen Wandel.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schreiben als Trauerritual</strong></h3>



<p>Während der Pandemie bin ich mit 40 zum ersten Mal in meine eigene Wohnung gezogen und habe „The Artist’s Way“ von Julia Cameron durchgearbeitet. Eine Übung daraus ist, jeden Tag zu schreiben. Am besten morgens. Alles, was in den Sinn kommt.</p>



<p>Ich habe damit angefangen — und bis heute nicht aufgehört.</p>



<p>Schreiben hilft mir, mich selbst zu reflektieren, Erlebtes festzuhalten und vor allem: das <strong>Unausgesprochene auszusprechen</strong>.<br><br>Gerade in meiner Trauer war das wichtig. Ich hatte ja 20 Jahre nichts gefühlt, nichts gesagt.<br>So viele offene Geschichten haben durchs Schreiben endlich einen Platz gefunden. Eine Form von closure. <br><br>Auch heute schreibe ich jeden Morgen.<br>Es ist wie ein täglicher Check-in mit einer besten Freundin, die nur zuhört.<br>Die Freundin ist das leere Papier.<br>Und der Stift bin ich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum Trauerrituale wirken <br>(mein persönliches Warum)</strong></h2>



<p>Trauerrituale sind für mich kein Werkzeug, das etwas repariert.<br><br>Sie sind eher:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>ein <strong>innerer Anker</strong>, wenn alles wackelt</li>



<li>ein <strong>Stück Kontrolle</strong>, wenn nichts kontrollierbar ist</li>



<li>eine kleine <strong>Brücke</strong>, die Vergangenheit und Gegenwart verbindet</li>



<li>ein <strong>Ort für Gefühle</strong>, die sonst keinen Platz finden</li>
</ul>



<p>Sie verändern nicht die Trauer.<br><br>Aber sie verändern, <strong>wie</strong> sie in mein Leben passt. </p>



<p class="has-theme-palette-9-color has-theme-palette-4-background-color has-text-color has-background has-link-color wp-elements-abd429064dea5f91d1ec700ff6a7d51d">Trauer ist ein Marathon.<br>Rituale sind die kleinen Stationen unterwegs.</p>



<p>Ich danke DIR, dass du bis hierhin gelesen hast.<br>Vielleicht magst du auch deine persönlichen Trauerrituale in den Kommentaren mit mir teilen?&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2025/11/16/9-trauerrituale-die-mir-geholfen-haben-weiterzugehen/">9 Trauerrituale, die mir geholfen haben, weiterzugehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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		<title>Der erste Todestag</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/10/21/der-erste-todestag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2025 12:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://irenekasapis.de/?p=2058</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie fühlt sich der erste Todestag wirklich an? Dieser Text zeigt, warum die Trauer oft schon am Tag davor beginnt und warum Gedenken kein äußeres Ritual ist, sondern ein innerer Prozess der Identität.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2025/10/21/der-erste-todestag/">Der erste Todestag</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Tag davor – Warum der erste Todestag mehr auslöst als der eigentliche Tag des Abschieds<br><br>Der Tag&nbsp;<strong>davor</strong>&nbsp;ist immer schlimmer als der eigentliche Todestag.<br>Diesen Satz hatte ich mir mit Bleistift ganz oben in meinen Kalender geschrieben – für den Fall, dass ich es vergessen sollte.<br>Darunter, mit lila Filzstift:&nbsp;<em>Oktoberfest, 15 Uhr</em>.</p>



<p>Es ist die Uhrzeit, zu der ich in den&nbsp;<strong>Blumenweg</strong>&nbsp;einbiege – die Straße meiner Kindheit. Nur zehn Minuten von meiner heutigen Wohnung entfernt und doch eine ganz andere Welt. Eine Welt, die früher mein Leben war.</p>



<p>Schon aus der Ferne sehe ich das Haus, in dem ich aufgewachsen bin. Mein Blick wandert instinktiv zu den Vorhängen im Erdgeschoss – dem alten Schlafzimmer meines Vaters. Früher bewegten sie sich, wenn er mich kommen sah. Heute bleiben sie still. Die Stille schneidet mir die Luft ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein Leben in drei Akten – und wie der Tod den Vorhang verschiebt</strong></h2>



<p>Dieses Haus ist kein Gebäude.<br>Es ist ein&nbsp;<strong>Seismograph meiner Trauer</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Akt 1: Die farbige Welt</strong></h3>



<p>Ich war Kind. Wir waren zu fünft: Mutter, Vater, drei Kinder – und oben im Dachgeschoss: meine Oma. Das Haus war erfüllt von Geborgenheit, Ritualen, Duft von frisch gebrühtem Kaffe und dem sicheren Gefühl:&nbsp;<em>Hier gehöre ich hin.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Akt 2: Der Boden beginnt zu beben</strong></h3>



<p>Ich bin 13. Meine Pubertät, meine erste große Liebe (Robbie!), mein Leben kreist um Freundinnen, Bravo-Stars, Schulhofdramen.<br>Währenddessen beginnt meine Mutter, aus dem Leben zu verschwinden – erst äusserlich, dann innerlich. Krankenwagen, Reha, Rückfälle. Der Seismograph schlägt aus.</p>



<p>Mit 16 reißt ein einziger Anruf alles auseinander.<br>Darmkrebs. Krankenhaus. Kruzifix über der Tür.<br><strong>Tod.</strong><br>Die Skala bricht. Mein inneres Messgerät ist kaputt. Die Welt verliert ihre Farbe.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Akt 3: Flucht, Rückkehr, Zusammenbruch</strong></h3>



<p>Ich ziehe mit Anfang 20 aus – in der Hoffnung, mein Leben zu retten. Jahre später flüchte ich aus einer zerstörerischen Beziehung zurück in den Blumenweg. Erst in den Keller, dann ins Dachgeschoss meiner verstorbenen Oma. Zehn Jahre bleibe ich dort – zwischen Familie, Pandemie und der ständigen Erinnerung daran, dass meine Trauer nie verarbeitet wurde.</p>



<p>Ich werde krank. Burn-out. Depression. Panikattacken.<br>Das Haus, einst Heimat, wird zum&nbsp;<strong>Ort des inneren Erstickens</strong>.<br><br>Doch ich beginne die Trauer um meine Mutter aktiv zu integrieren: Therapie, Pferdearbeit, spirituelle Reisen, Schwimmen mit Walen in Sri Lanka, Delfinen in Ägypten. Ich finde langsam zu mir zurück. Der Seismograph wird ruhig.</p>



<p>Mit 40 ziehe ich endgültig aus. Meine erste eigene Wohnung.<br>Stille. Freiheit. Angst.<br>Aber auch: ein erster Atemzug.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der Seismograph stabilisiert sich – bis zum ersten Todestag</strong></h2>



<p>Bis zu jener Nacht im Oktober 2024.<br>Ein random Montag. Herzstillstand. Mein Vater stirbt.<br>Mit ihm stirbt meine Kindheit – diesmal endgültig.</p>



<p><strong>Der erste Todestag meines Vaters</strong>&nbsp;ist mehr als ein Datum.<br>Er ist ein inneres Beben. Eine 7 auf der Richterskala.</p>



<p>Das erste Todesjahr stellt mich vor die Frage:&nbsp;<em>Wer bin ich ohne ihn? Was ist mir wirklich wichtig? Welche Werte trage ich – wenn kein Elternteil mehr über mir steht?</em><br><br>An diesem Nachmittag davor, geht mein Leben weiter. Mitten in der Freude meines Neffens beim Achterbahn fahren, Ochsensemmeln und Erinnerungen an ein Oktoberfest als mein Vater mich auf seinen Schulter trug und der Bedienung 50 Mark gab für einen Tisch in der Fischer Vroni. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Der erste Todestag – der Versuch, ihn richtig zu begehen</strong></h2>



<p>Man soll sich einen Plan machen für den ersten Todestag, heißt es.&nbsp;<strong>Und sich erlauben davon abzuweichen</strong>. Also fasse ich am Vorabend den Plan, ins Museum zu fahren. 11:50 Uhr, Zug nach Murnau. Ein Plan, der mir Struktur geben soll. Ein Plan, von dem ich gleichzeitig weiß: Er ist nur ein Platzhalter für etwas, das sich nicht planen lässt.</p>



<p>Am Morgen fühle ich mich wie erschlagen. Nicht müde – sondern schwer. Ich zwinge mich aus dem Bett, mache meine Morgenroutine. Ich hatte mir versprochen, meinem Vater einen Brief zu schreiben, so wie ich es durch das gesamte Trauerjahr getan hatte. Also schreibe ich:&nbsp;<em>Lieber Papa…</em>&nbsp;Ich erzähle ihm, wie sehr meine kleine Irene ihn vermisst und dass die große Irene anfängt zu akzeptieren, dass unsere Zeit zusammen begrenzt war. Was er alles verpasst. Die Antwort bleibt aus – und genau dieses Schweigen tut weh.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Trauer, die keinen Raum bekommt</strong></h3>



<p>Während ich noch schreibe und mir die Tränen über die Wange laufen, ruft meine Tante an.<br>„Na, wie geht’s dir?“<br>Ich will vom Brief erzählen, doch sie fällt mir ins Wort und erzählt von ihrer Kerze, ihrem Weinen, ihrem Ritual. Wieder dieses Gefühl, dass meine Trauer keinen eigenen Raum bekommt. Als ich auflege, sehe ich:&nbsp;<strong>Zug verpasst.</strong>&nbsp;Ich beschließe, mich nicht zu stressen. Heute zwinge ich mich zu nichts.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erinnerungen, die schwerer wiegen als jeder Plan</strong></h3>



<p>Mein Magen knurrt. Trauer macht hungrig, denke ich, während ich in der Metzgerei stehe, umgeben von grauen Köpfen der Nachbarschaft. Was würde Papa jetzt bestellen? Leberkäs, separat eingepackt. Die eine bestimmte Semmel. Ich spüre ihn neben mir, sehe ihn vor mir – lebendig und gleichzeitig unerreichbar.</p>



<p>Ich fahre nach Starnberg. Setze mich an den See. Die Sonne scheint, als wüsste sie nichts von diesem Tag. Das Bild meiner Eltern bei ihrer Hochzeit taucht in mir auf: meine Mutter im grünen Samtkostüm, mein Vater im Siebzigerjahre-Anzug. Meine Kindheit. Ihre Liebe. Mein Herz trägt Wackersteine, zusammengeschichtet aus all dem, was war und nie wieder kommt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mein eigenes Gedenken</strong></h2>



<p>Ich sitze. Ich atme. Kein offizielles Ritual, keine spirituelle Eingebung. Nur ich und der See und die Erinnerung an ein Leben, das mich geprägt hat. Am Abend packe ich meinen Koffer für den Flug nach Korfu. Im Flugzeug nehme ich mir vor, nach meiner Rückkehr ans Grab zu gehen und meinem Vater einen Ouzo hinzustellen – in Erinnerung an all die Mahlzeiten, die uns verbunden haben.</p>



<p><strong>Vielleicht ist das mein Ritual. Kein Plan, den man abhakt. Sondern ein Moment echter Verbindung.</strong> In mir.</p>
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		<title>Happy Birthday Mama – 30 Jahre ohne dich</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/09/06/happy-birthday-mama-30-jahre-ohne-dich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 11:26:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>30 Jahre ohne meine Mutter: Zum Geburtstag schreibe ich über Trauer, Erinnerung, Verlust und das Weiterleben mit einem Stern am Himmel.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading"></h3>



<p>30 Jahre lebe ich nun ohne dich.<br>30 Jahre, in denen du mein ganzes Leben verpasst hast – jedes Hoch, jedes Tief und alles dazwischen.</p>



<p>Das Einzige, was mir von dir geblieben ist, ist deine Kette. Du hast sie damals von einem unserer vielen Griechenland-Urlaube mitgebracht – zumindest bilde ich mir das ein. Erinnern kann ich mich nicht, dass du mir die Geschichte dazu jemals erzählt hast.</p>



<p><strong>Geschichten erzählen – das konntest du.</strong><br>Eine Erinnerung an dich werde ich niemals vergessen: du, an meinem Kinderbett sitzend, mit einem Buch auf dem Schoß. Deine Stimme, die mir vorliest. Als du das Licht ausmachtest und die Tür hinter dir leise schlossest, leuchteten die Klebesterne an meiner Wand. Und ich hörte weiter meine Lieblingskassette, während in meinen Ohren noch dein „Nur noch eine!“ nachklang.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein Geburtstag ohne dich</h3>



<p>Leuchtest du mir am Abend deines Geburtstags von einem Stern am Himmel den Weg nach Hause? Ich bin müde von meinem neuen Job, vom vielen Stehen, und kann kaum noch laufen. An diesem Abend kann ich nicht um dich trauern. Ich klammere mich an deine Kette und schlafe ein – und wache auf einem nassen Kopfkissen wieder auf. Ich muss wohl von dir geträumt haben.</p>



<p>Deine Kette habe ich auf all meinen Reisen bei mir getragen – auf Bali unter Palmen, als ich die Schönheit nicht fühlen konnte, mitten im Roten Meer, wo mich eine Panikattacke überrollte, während unter mir Delfine schwammen. Sie war mein Halt, wenn ich vor meiner Trauer fliehen wollte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Heilt Zeit wirklich alle Wunden?</h3>



<p>„Die Zeit heilt alle Wunden.“ sagt man.<br>Es stimmt – und es stimmt nicht.</p>



<p>Zeit braucht es, um zu begreifen, dass der geliebte Mensch nie wieder zurückkommt. Zeit braucht es, um mit diesem neuen Normal zu leben. Zeit braucht es, um zu verstehen, dass ein Verlust einen verändert – dass man plötzlich andere Menschen, Orte, Bücher oder auch Speisen nicht mehr mag.</p>



<p>Und gleichzeitig heilt die Wunde nie ganz. Es wird immer wieder schmerzen, dass du da oben – oder wo auch immer – Geburtstag feierst und ich hier unten bin.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Familienlegenden</h3>



<p>Vielleicht führt Papa dich heute zum Essen aus. So, wie wir früher als ganze Familie zusammen saßen, lachten und scherzten. „Hier sitzt man gut“ – ein Satz, den er einmal im Griechenlandurlaub sagte und der bis heute Familienlegende ist.</p>



<p>Happy Birthday, Mama!</p>
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		<title>Wie trauert man um etwas, das „eigentlich“ hätte weitergehen können?</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/08/16/wie-trauert-man-um-etwas-das-eigentlich-haette-weitergehen-koennen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich schlafe zurzeit nicht besonders gut. Gegen zwei Uhr nachts kriecht meine Trauer in mein Bett.Schwer sinkt die Matratze neben mir ein, noch schwerer legt sich ihr Arm über mich.Ich bekomme keine Luft. Oder ist es nur die Sommerhitze, die durchs Fenster weht und selbst nachts kaum abkühlt? Ist es wieder so weit? frage ich mich...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich schlafe zurzeit nicht besonders gut. Gegen zwei Uhr nachts kriecht meine Trauer in mein Bett.<br>Schwer sinkt die Matratze neben mir ein, noch schwerer legt sich ihr Arm über mich.<br>Ich bekomme keine Luft.</p>



<p>Oder ist es nur die Sommerhitze, die durchs Fenster weht und selbst nachts kaum abkühlt?</p>



<p><em>Ist es wieder so weit?</em> frage ich mich und zupfe den Bettbezug über meine Beine.<br>Meine Trauer – diese olle Diebin! – hat sich ihn einfach geklaut.</p>



<p><em>Ist sie es wirklich? Oder träume ich nur?</em><br>Oder lebe ich doch wieder mit Geistern zusammen?</p>



<p>„Das hatten wir doch alles schon!“, schreie ich sie – oder die Geister – innerlich an.</p>



<p>Neben mir seufzt es leise.</p>



<p>Wie immer will sie etwas von mir.<br>Sie möchte, dass ich ins fühlen komme.<br>Raus aus dem „Hätte ich doch…“ und „Was wäre, wenn ich doch noch…“</p>



<p>„Plopp.“<br>Jetzt schnarcht sie auch noch.</p>



<p>Ich ziehe die Decke endgültig zu mir.<br>Kühl gleitet sie über meine Brust.<br>Ein Hauch frischer Luft dringt von draußen herein.</p>



<p>Ich weiß längst, warum sie wieder hier ist.</p>



<p>Ich habe eine Verbindung beendet, die nicht gut für mich war.<br>Normalerweise werde&nbsp;<em>ich</em>&nbsp;verlassen – diesmal habe&nbsp;<em>ich</em>&nbsp;mich ent-lassen.</p>



<p>Da knallt meine Schlafzimmertür gegen den Kleiderschrank.<br>Auftritt: mein Leben.<br>Dezent wie immer.</p>



<p>Im gelblichen Licht, das von der Straßenlaterne durch die Jalousie fällt, erkenne ich das bunte Batikshirt meines Lebens.<br>Ohne Brille und mit meiner Kurzsichtigkeit verschwimmen die Farben noch mehr.<br>Mein Leben hat seine Konturen verloren.</p>



<p>Ich trauere um eine feste Struktur.<br>Ich trauere um Verbindungen, die vielleicht zu Freundschaften geworden wären.<br>Ich trauere um einen Ort, an dem ich jeden Morgen erscheinen musste.<br>Ich trauere um einen Ort, weit weg von meiner Trauer – einen Ort, an dem ich eine andere Version von mir sein konnte:<br>Jemand, der sich klein macht.<br>Jemand, der sich anpasst, bis er nicht mehr&nbsp;<em>ich</em>&nbsp;ist.<br>Jemand, der sich übermäßig sorgt um den Fortbestand einer Verbindung.<br>Jemand, der nicht mehr den Mund halten konnte.<br>Jemand, der Verbesserungsvorschläge machte, um Unrecht geradezubiegen.</p>



<p>Ich seufze und drehe mich um.<br>Nase an Nase liege ich nun mit meiner Trauer.<br>Ein leichter Geruch nach Mottenkugeln steigt mir in die Nase.&nbsp;<em>Igh!</em><br>Doch ich wende mich nicht ab.</p>



<p>Der Geruch erinnert mich an all die alten Beziehungsmuster, die ich aus dem Keller meiner Seele hervorgeholt – und gelebt – habe.</p>



<p>Es raschelt neben mir.<br>Hat mein Leben sich gerade auf die letzte, leere Taschentücherpackung gesetzt, die von meiner Sommergrippe übrig ist?</p>



<p>Ich öffne ein Auge.</p>



<p>„Jetzt, wo ich deine Aufmerksamkeit habe…“, sagt mein Leben sanft und nimmt meine Hand.<br>„Hey Irene – du bist keine 16 mehr.“<br>Es drückt meine Hand ein wenig fester.<br>„Lass mich mal machen.“</p>



<p>Ein kühler Windhauch weht ins Zimmer.<br><br>Vielleicht ist es die Leichtigkeit, die sich in den Monolog meines Lebens schleicht.</p>



<p>Endlich, endlich schlafe ich ein.</p>
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		<title>„Es ist Sommer!“ – rufe ich meiner Trauer zu.</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/08/02/es-ist-sommer-rufe-ich-meiner-trauer-zu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schweigen.Decke über den Kopf.Ein stummes Umdrehen ist alles, was ich als Antwort bekomme. „Wir könnten an die Isar!Nein, besser: an den See!Einfach nur lesen.Nur in die Wolken schauen!“ Ein Schnauben unter der Bettdecke.Dann etwas, das klingt wie: „aschobdudakönntescht.“ Ich hole ein rotes T-Shirt aus dem Schrank, dazu eine kurze Hose. Verächtlich lasse ich meine geliebten...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading"></h3>



<p>Schweigen.<br>Decke über den Kopf.<br>Ein stummes Umdrehen ist alles, was ich als Antwort bekomme.</p>



<p>„Wir könnten an die Isar!<br>Nein, besser: an den See!<br>Einfach nur lesen.<br>Nur in die Wolken schauen!“</p>



<p>Ein Schnauben unter der Bettdecke.<br>Dann etwas, das klingt wie: „aschobdudakönntescht.“</p>



<p>Ich hole ein rotes T-Shirt aus dem Schrank, dazu eine kurze Hose. Verächtlich lasse ich meine geliebten Sneakers in der Ecke stehen und krame in der blauen IKEA-Tüte, in der ich immer meine Sommersachen aus dem Keller hole, nach den Sandalen. Etwas abgetragen sehen sie aus. Ich schüttle sie – Sand rieselt auf meinen bunten Teppich.</p>



<p>„Ischnochauskorfu“, nuschelt meine Trauer und dreht sich auf den Rücken. Die Augen noch geschlossen, aber wie immer weiß sie genau, was gerade passiert. Sie hat mir mal erklärt, dass das ähnlich ist wie bei Delfinen – die schlafen mit einem offenen Ohr, immer bereit, ihre Umgebung abzuchecken.</p>



<p>Ein Kloß steckt mir im Hals, plötzlich. Meine Augen werden feucht. Ich blinzele ein paar Mal, bis ich wieder klar sehe, und lasse mich ans Fußende meines Betts fallen. Mit einem Mal fühle ich mich wieder so schwer wie damals auf Korfu – eine Woche nach dem Tod meines Vaters.</p>



<p>„Was soll ich jetzt mit meinem Urlaub machen?“ hatte ich meinen Bruder am Telefon gefragt.<br>Die Nachricht vom Tod meines Vaters hatte mich auf dem Weg zur Arbeit erwischt. Ich lag einfach vor der Eingangstür, als hätte mich jemand umgehauen.<br>„Du rufst jetzt in der Arbeit an und meldest dich krank. Und dann kommst du her, wenn du magst, verabschiedest dich von Papa – und dann schaust du weiter“, hatte mein Bruder gesagt.</p>



<p>Ich flog nach Korfu – blind, taub vor Schmerz. Meine Trauer hatte sich heimlich wieder in meinen Rucksack geschlichen und wog schwer, als hätte sie die ganze Bäckerei leer gefressen, bei der ich jeden Morgen mein Frühstück kaufte.<br>Das Schlimmste: Die Beerdigung stand mir noch bevor.<br>Und so schleppte ich mich in pinken Wandersandalen durch die Olivenhaine – zur besten Yogalehrerin der Welt.</p>



<p>„Nein!“ Hastig springe ich vom Bett auf. „Ich lasse mir von dir nicht auch noch den Sommer verderben!“<br>Ich stolpere – entweder über das Ende meines Teppichs oder über diesen Entschluss, der gerade laut ausgesprochen wurde und sich noch ganz schön wackelig anfühlt.</p>



<p>„Duweischt …“<br>Gar nichts weiß ich. Ich schließe die Tür hinter mir. Plötzlich bin ich sauer. Nein, falsch – ich bin stinksauer auf meine Trauer.</p>



<p>Ich zünde mir am offenen Küchenfenster eine Zigarette an und puste den Ärger in die warme Morgenluft. Mein Blick fällt auf die Kirchturmuhr.</p>



<p>Neun Monate ist Papa nun schon tot.<br>Und es tut immer noch weh. Immer wieder.<br>Die Uhr vor meinen Augen beginnt zu verschwimmen. Ich denke an das Gespräch mit meiner Tante – der Schwester meiner Mutter. Sie hatte mir versichert, dass meine Mutter früher ein Ehrenamt in der Bücherei meines alten Viertels hatte.<br>Ich habe keine einzige Erinnerung daran.<br>Der Kirchturm vor mir löst sich in ein Gemisch aus Beige, Grün und Braun auf.</p>



<p>„Verdammt!“<br>Die Zigarette hat mir die Finger verbrannt. Hastig drücke ich sie in das Altglas, das ich zum Aschenbecher umfunktioniert habe.</p>



<p>„Hey? Alles okay?“<br>Meine Trauer steht plötzlich in der Tür. Das Gewicht ihres Körpers trägt noch die Spuren meines Kissens. Meine rosa geblümte Bettdecke hat sie sich um die Schultern geworfen – sie schleift über den Boden. Ihre Haare stehen ab wie bei einem Igel. Ich muss mir ein Lächeln verkneifen.</p>



<p>„Du verdirbst mir nicht den Sommer!“<br>Mit dem Rücken zu ihr reiße ich die Kühlschranktür auf und kühle meine Tränen mit der Suche nach der Milch.</p>



<p>Ein leises Klicken – die Küchentür fällt zu.<br>Meine Trauer ist verschwunden.</p>



<p>Was ist jetzt los?<br>Meine Trauer hat sich noch nie einem verbalen Schlagabtausch entzogen.<br>Neugierig öffne ich die Tür, linse ins Schlafzimmer – leer.</p>



<p>Mein Herz beginnt schneller zu schlagen. Ist sie etwa …?<br>Hat sie mich wieder?</p>



<p>Mein Blick fällt zur Eingangstür – nein, die Kette hängt noch genauso im Schloss wie gestern Abend.</p>



<p>Es rumpelt im Bad.<br>Meine Trauer kommt heraus, wirft mir einen kurzen Blick zu und schlurft Richtung Couch. Haare immer noch wie ein Igel, Bettdecke immer noch um die Schultern.<br>Hat sie eigentlich was drunter?<br>Brrr. Manche Dinge will man gar nicht so genau wissen. Ich schüttele mich.</p>



<p>Neugierig folge ich ihr ins Wohnzimmer.<br>Kein Kampf?<br>Keine morgendliche Schönheitsroutine?<br>Nur schlurfende Schritte?</p>



<p>Ganz ungewohnt für meine Trauer.</p>



<p>Ein leises Stöhnen.<br>„Trauer? Was ist los? Bist du krank?“</p>



<p>Besorgt lasse ich mich neben sie auf unseren Stammplatz plumpsen. Ich fasse ihr an die Stirn – sie dreht das Gesicht weg.<br>Ich muss sagen: Sie müffelt ein bisschen.</p>



<p>„Ich bin es so leid“, flüstert sie.<br>Dabei sieht sie mich nicht an, sondern starrt auf die Blätter meines Oleanders, die jede Woche aufs Parkett fallen, als wollte er sagen: Ich bin auch noch da.</p>



<p>„Was denn?“</p>



<p>„Schau, Irene. Ich bin vor drei Jahren bei dir eingezogen, weil ich dachte, du wärst bereit.“<br>Ein kurzer Blick von unten – dann wieder zu den Oleanderblättern.</p>



<p>Bereit … wofür?</p>



<p>„Für unsere Freundschaft.“<br>Sie spricht leise, kaum hörbar. Normalerweise klingt sie wie eine Nachrichtensprecherin.</p>



<p>„Bin ich doch!“<br>In dem Moment, in dem ich es laut ausspreche, spüre ich: Das ist nur die halbe Wahrheit.</p>



<p>„Bist du nicht.“<br>Sie seufzt. „Wir waren auf Bali, ich hab dich vor dem Suizid bewahrt. Wir waren mit Delfinen schwimmen … Ich war&nbsp;<strong>immer</strong>&nbsp;bei dir, für dich da.<br>Und ja, ja – ich weiß.“<br>Beschwichtigend hebt sie die Hände.<br>„Dir ist das Reisen nicht mehr so wichtig wie früher, als du es als Flucht vor mir benutzt hast. Und ja, ich weiß, dass du durch mich deine Gefühle entdeckt hast. Aber&nbsp;<em>eine</em>&nbsp;Sache hast du immer noch nicht verstanden.“</p>



<p>Jetzt wird es ernst. Ich spüre es.</p>



<p>„Ja? Was denn?“, frage ich ungeduldig.</p>



<p>„Ich werde dich bis zu deinem Lebensende begleiten.“<br>Sie sagt es ruhig. Klar. So wie immer.</p>



<p>„Auch wenn draußen die Sonne scheint. Wetter ist mir egal.“</p>



<p>„Ich hab aber keinen Bock auf diese Summertime Sadness.“<br>Ich verschränke die Arme.</p>



<p>„Bock oder nicht Bock.“<br>Sie zuckt mit den Schultern.<br>„Es ist, wie es ist.“</p>



<p>„Und was ist mit meinen ganzen Plänen? Isar? See?“<br>„Kannst du alles machen! Aber ich bin immer mit dabei.“</p>



<p>Ich rolle mit den Augen. Genervt.</p>



<p>„Ich verspreche dir, dass ich nicht jeden Tag so schweres Gepäck sein werde. Aber dabei bin ich.“</p>



<p>Jetzt verschränkt auch sie die Arme.</p>



<p>Ich atme tief ein. Durch die Nase. Und langsam wieder aus.<br>Irgendetwas in mir verschiebt sich. Die Blockade, die ich gegen meine Trauer errichtet hatte, beginnt sich zu lösen.<br>Ich fühle mich leichter.</p>



<p>„Bis zum Lebensende?“<br>Ich strecke ihr die Hand hin.<br>„Deal?“</p>



<p>„Deal.“</p>



<p>Wir schütteln uns die Hände.<br>Zum ersten Mal an diesem Morgen blickt meine Trauer mir in die Augen.<br>So klar wie ein Bergsee. Kein Argwohn. Kein Trotz. Nur Stille.</p>



<p>Ich glaube, ich kann meiner Trauer vertrauen.<br>So unsicher mein Leben sich auch anfühlen mag – eines ist sicher:</p>



<p><strong>Meine Trauer bleibt.</strong></p>



<p>Als mein Freund.<br>Unsere Verbindung wird sich verändern – mal wohnt sie neben mir auf der Couch, mal schläft sie in ihrem Mansardenzimmer an der Uni für Trauer – Handy lautlos, aber immer griffbereit.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>
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			</item>
		<item>
		<title>33 Knoten – oder meine Nahtoderfahrung</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2025/07/19/33-knoten-oder-meine-nahtoderfahrung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jul 2025 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Hier ist es&#160;sehr, sehr&#160;stürmisch“, sagt die Yogalehrerin in ihrer Instagram-Story. Ihre Matte fliegt über den Balkon, gefolgt von Malsachen und Klamotten. Ein Tag vor meinem Abflug nach Ikaria, einer kleinen griechischen Insel, bekannt geworden durch die Netflix-Serie&#160;„Die Geheimnisse der Blauen Zonen“. Ein dunkles Ziehen breitet sich in meinem Bauch aus. Die Fluggesellschaften werden schon wissen, was...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Hier ist es&nbsp;<em>sehr, sehr</em>&nbsp;stürmisch“, sagt die Yogalehrerin in ihrer Instagram-Story. Ihre Matte fliegt über den Balkon, gefolgt von Malsachen und Klamotten. Ein Tag vor meinem Abflug nach Ikaria, einer kleinen griechischen Insel, bekannt geworden durch die Netflix-Serie&nbsp;<em>„Die Geheimnisse der Blauen Zonen“</em>.</p>



<p>Ein dunkles Ziehen breitet sich in meinem Bauch aus. <em>Die Fluggesellschaften werden schon wissen, was sie tun – oder?</em> Wenn sie den Flug canceln, nehme ich eben den nächsten. Alles halb so wild, beruhige ich mich.</p>



<p>Also los: Flug München – Athen. Alles verläuft reibungslos. Rot-gelber Sahara-Staub hängt über der Stadt, die Luft ist schwer, die Stimmung unheilvoll. Der Flughafen in Athen ist ein eigener Kosmos – erinnert mich fast an Dubai. Hier treffen alle Schichten aufeinander. Ein Pope (so nennt man die griechischen Priester) verlässt die Business Lounge – neben der ich verschwitzt, müde und hungrig an einer Flughafen Steckdose mein Handy auflade. Dass ich selbst Zugang zur Lounge gehabt hätte, fällt mir erst später ein.</p>



<p>Mein Flug nach Ikaria wird aufgerufen. Ich gehe langsam zum Gate. Dann: warten. Rauchen. Toilette. Wieder warten. Mein kleines Ritual gegen mein „Flugängstchen“, wie ich sie nenne.</p>



<p>Endlich fährt der Bus zum Flieger. Oder doch nicht? Warten. Diesmal im Bus. In der Yoga-WhatsApp-Gruppe trudeln Nachrichten ein: Gepäck wird nicht durchgecheckt, Flüge verspätet. Ich gehe in den Flugmodus.</p>



<p>Als der Bus vor dem Flieger stoppt, wird mir übel. Eine kleine Propellermaschine, etwa 80 Sitze. Enge. Keine Luft. Mir wird noch schlechter. Ich quetsche mich mit meinem Koffer durch den Gang, lasse mich in meinen Platz fallen. Erleichtert. Noch.</p>



<p>Beim Start scheint alles normal. Ich setze meine Kopfhörer auf, <em>„Calming music for anxiety“</em>. Ich bin eine nervöse Fliegerin. Ich versuche, das Ruckeln zu ignorieren, die Anschnallzeichen, die Durchsagen, die ich sowieso nicht verstehe. Ich konzentriere mich auf meinen Atem. Und dann beginnt es.</p>



<p>Ein erstes Luftloch – ich hüpfe aus dem Sitz. Dann noch eins. Und noch eins. Der Flieger schwankt von links nach rechts. Es fühlt sich so an, als würden wir gegen eine Wand fliegen. Ich kralle mich am Vordersitz fest. Muss an Harry Styles denken. Wechsle zu meinem Lieblingsalbum von ihm.</p>



<p>Als ich aufs Handy schaue, fällt mein Blick aufs Meer unter uns. Tiefblau. Beton. Kein liebliches Griechenland-Meer.</p>



<p>In mir ein klarer Gedanke:<br><strong>Das war’s jetzt. Ich werde hier und jetzt sterben.</strong></p>



<p>Ein Friede durchströmt mich, wie ich ihn noch nie gespürt habe. Kein Film meines Lebens. Den hatte ich schon – beim Ausräumen der Wohnung meines verstorbenen Vaters, als meine Kindheit an mir vorbeizog.</p>



<p>Jetzt ist da etwas anderes: Wärme. Etwas wartet auf mich. Als würde ich zurückkehren in einen Mutterschoß. Golden. So übersetzt es mein Gehirn.</p>



<p><em>Vielleicht sind wir schon kurz vor Ikaria</em>, denke ich. Ich habe manchmal diese Fähigkeit, Orte zu spüren, bevor ich sie sehe. In einem Bericht hatte ich gelesen, dass dort ein Matriarchat herrscht.&nbsp;<em>Also passt die Energie doch</em>, denke ich.</p>



<p>Die Knöchel meiner Hände sind weiß. Ich öffne die Augen.&nbsp;<em>Emergency Exit.</em>&nbsp;Mein Blick fällt auf die Flugbegleiterin – kreidebleich unter dem Make-up. Der Mann vor mir, eben noch cool mit dem Handy, wackelt nur noch mit dem Flieger mit. Irgendwo wird laut auf Griechisch gebetet.</p>



<p><strong>Hört das nie auf?</strong></p>



<p>Ich versuche, nicht in die Panik zu gehen. Wiederhole innerlich:&nbsp;<em>Vertrau auf den Piloten. Stavros, Nikos, Stefanos, Konstantinos – wie auch immer er heißt. Vertrau. Vertrau. Vertrau.</em></p>



<p>Dann beruhigt sich der Flieger. Die Crew serviert Saft und Kekse.&nbsp;<em>Ah</em>, denke ich,&nbsp;<em>jetzt sind wir gleich da.</em>&nbsp;Die Griechen fragen die Flugbegleiterin etwas. Sie antwortet nur:&nbsp;<em>„We are okay.“</em></p>



<p>Wir setzen zur Landung an. Ich atme auf. Endlich Ikaria.</p>



<p>Wir steigen aus. Ich bin mehr als benommen. Im Bus spricht mich ein Mann an:<br>„Wie geht’s Ihnen jetzt – zurück in Athen?“</p>



<p>„Athen?“, frage ich.<br>„Ja, wegen des Sturms sind wir umgekehrt. Haben Sie das nicht mitbekommen?“<br>„…Nein.“</p>



<p>Ich treffe die anderen Yoginis. Alle dachten, sie würden sterben. Gemeinsam stehen wir am SkyExpress-Schalter, warten fünf Stunden auf den Transfer ins Hotel – irgendwo in Athen. Um Mitternacht liege ich auf einer harten Matratze und denke:</p>



<p><strong>Das war nicht die Energie von Ikaria. Das war der Ort, an den wir gehen, wenn wir sterben.</strong><br>Ein goldener Ort. Warm. Voller Liebe.<br>Und plötzlich weiß ich:<br>Dort sind auch meine Eltern.<br><br>Später erfahre ich, dass der Sturm 33 Knoten stark war – das ist nicht einfach nur Wind. Das ist die Art von Sturm, bei der in Deutschland Bäume brechen, Dächer fliegen und niemand freiwillig in ein Flugzeug steigt.</p>
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