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	<title>Veränderung im Leben-Archiv - Irene Kasapis</title>
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	<title>Veränderung im Leben-Archiv - Irene Kasapis</title>
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		<title>Ich gehe vor Schock in die Knie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Jan 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am nächsten Tag kam ein anderer Anruf. Ein Anruf, von dem ich wusste, dass er kommen wird. </p>
<p>„Irene, es tut mir sehr leid. Aber ich muss dir sagen, dass heute Nacht der Papa gestorben ist.“ Sagt mein Bruder. </p>
<p>Wieder gehe ich in die Knie. Diesmal vor Schock.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2025/01/04/ich-gehe-vor-schock-in-die-knie/">Ich gehe vor Schock in die Knie</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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<p>Am nächsten Tag kam ein anderer Anruf. Ein Anruf, von dem ich wusste, dass er kommen wird.<br><br>Irgendwann.</p>



<p>„Irene, es tut mir sehr leid. Aber ich muss dir sagen, dass heute Nacht der Papa gestorben ist.“ Sagt mein Bruder.&nbsp;</p>



<p>Wieder gehe ich in die Knie. Diesmal vor Schock.&nbsp;</p>



<p>„Er liegt jetzt noch in seinem Bett. Komm dich verabschieden, wann immer du magst.“</p>



<p>Ich melde mich von der Arbeit ab und gehe als erstes wieder zurück in mein Bett. Dort liege ich und meine Gedanken kreisen: </p>



<p>„Mein Vater ist tot. Mein Vater ist tot. Mein Vater ist tot.“</p>



<p>Als ich dann ein paar Stunden später am Bett meines toten Vaters saß, spürte ich eine große Traurigkeit in mir. Sie fühlte sich an wie eine Decke, die mir schwer auf den Schulter lag. Gleichzeitig spürte ich genau, dass der Körper, der vor mir lag, nicht mehr mein Vater war. Seine Essenz/ seine Seele war nicht mehr da. </p>



<p>Seine menschlichen Überreste holten später an diesem Tag ein Bestattungsunternehmen ab. </p>



<p>Wie paralysiert standen ich und ein Teil meiner Familie auf der großen Treppe, die durch mein Elternhaus führt, und sahen den zwei Männer zu, die mit einer Bahre kamen. Von der Treppe aus konnte ich nicht ins Schlafzimmer sehen, aber das Geräusch von einem Reißverschluss, der zugezogen wird, das konnte ich in der Stille, die das Haus auf einmal erfasste, ganz deutlich hören. </p>



<p>Ich musste raus! Raus &#8211; an die frische Luft und stellte mich vor die Haustür.  </p>



<p>Als der Bestatter dann die Bahre mit meinem Vater nach draußen kahrte, zerriss es mich vor Emotionen: Trauer, Wut, Schmerz überkamen mich. </p>



<p>Es war so ein endgültiger Moment. Mein Vater verließ nun das was ihm am heiligsten war: sein Haus. </p>



<p>Er starb an einem Herzinfarkt. Mit 84.&nbsp;</p>



<p>So wie er es sich immer gewünscht hat: zu Hause in seinem Bett. Schmerzen wird er wohl nicht gehabt haben, meinte der Arzt.&nbsp;</p>



<p>Gute Reise! Kalo taxidi! </p>
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		<title>Ich gehe vor Freude und Erleichterung in die Knie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Dec 2024 11:31:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
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		<category><![CDATA[Verlust der Mutter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich einen Tag später in Isabels Wohnung stehe, sehe ich die Aufteilung der Räume, den schönen Parkettboden, das Fenster, von dem ich aus die Kirche sehen kann, vor der ich als Kind im Chor gesungen habe, aber fühlen! Fühlen tue ich: </p>
<p>Sicherheit.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/12/01/ich-gehe-vor-freude-und-erleichterung-in-die-knie/">Ich gehe vor Freude und Erleichterung in die Knie</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich einen Tag später in Isabels Wohnung stehe, sehe ich die Aufteilung der Räume, den schönen Parkettboden, das Fenster, von dem ich aus die Kirche sehen kann, vor der ich als Kind im Chor gesungen habe, aber fühlen! Fühlen tue ich:&nbsp;</p>



<p>Sicherheit.</p>



<p>Vorbei die schlaflosen Nächte, in denen mich eine Panikattacke nach der anderen aus dem Bett springen lässt, weil ich das Gefühl habe, keine Luft mehr zu bekommen. Meine aktuelle Wohnung war zu einer Belastung geworden. Finanziell, räumlich und zeitlich.&nbsp;</p>



<p>Vorbei die endlosen Stunden auf Immobilienscout24, wo sich auf eine Wohnung, wo das Preis-Leistungsverhältnis so einigermaßen stimmt, 1000 Leute bewerben. Das ist nicht so einfach dahin gesagt, es sind wirklich manchmal 1000 Leute, die den Vermieter/Eigentümer/Immobiliendings kontaktierten.&nbsp;</p>



<p>Erleichterung.&nbsp;</p>



<p>In dem Moment weiß ich &#8211; intuitiv &#8211; DAS ist meine neue Wohnung.&nbsp;</p>



<p>Meine Bewerbungsunterlagen gehen noch am gleichen Tag an den Vermieter. Meine und noch vier andere. Jetzt heißt es warten.&nbsp;</p>



<p>Eine Woche später kommt der Anruf: „ Irene! Der Vermieter hat sich für dich entschieden. Du hast die Wohnung.“ Ich gehe vor Freude und Erleichterung in die Knie &#8211; mitten in Schwabing. Ein sehr untypisches Verhalten zwischen all den Menschen, die gerade auf dem Heimweg sind und von Bus in die U-Bahn eilen.&nbsp;</p>



<p>Von meinem Gehalt kann ich mich jetzt endlich vollständig alleine finanzieren. Endlich stehe ich auf eigenen Füßen. Endlich fühle ich mich erwachsen&nbsp;</p>



<p>mit 43&nbsp;</p>



<p>für einen kurzen Moment.</p>
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		<title>Sport ist gut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust der Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
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		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mein Leben hüpft neben mir auf und ab. Dabei boxt es gegen einen unsichtbaren Gegner. </p>
<p>“Ich mag nicht.” maule ich. Ein Tag im Home Office und ich bin total faul geworden.</p>
<p>“Sport! Ist! Gut!” Mein Leben macht ein paar Liegestützen. Dass es ihm leichter fällt als mir, lass ich einfach unkommentiert.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/11/16/sport-ist-gut/">Sport ist gut</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>“Heute ist wieder Bootcamp!”</p>



<p>Mein Leben hüpft neben mir auf und ab. Dabei boxt es gegen einen unsichtbaren Gegner.&nbsp;</p>



<p>“Ich mag nicht.” maule ich. Ein Tag im Home Office und ich bin total faul geworden.</p>



<p>“Sport! Ist! Gut!” Mein Leben macht ein paar Liegestützen. Dass es ihm leichter fällt als mir, lass ich einfach unkommentiert.&nbsp;</p>



<p>“Ich war bis gestern noch krank.” Ich lasse mich auf meine Couch plumpsen und klappe meinen Laptop auf. Die neuesten Folgen von Love is Blind USA müssten doch heute online gehen…&nbsp;</p>



<p>“Nichts da!” Mit einem Schwung klappt mein Leben den Laptop wieder zu und joggt in mein Schlafzimmer, zu meinem Kleiderschrank. Mein Leben singt das Lied “It’s the final countdown!”. Ins Wohnzimmer fliegen: mein Sport BH, eine andere Jogginghose, als die, die ich seit heute morgen trage, mein Sport T-Shirt und meine geliebte lila Softshell Jacke.&nbsp;</p>



<p>“Auf geht’s!” Mein Leben macht ein paar Ausfallschritte. Erst jetzt fällt mir das Outfit meines Lebens auf: es trägt eine Frottee-Shorts in quietschgelb, darunter eine hellblaue Leggins. Das ganze ziert eine hellblaue Windjacke und stechend grüne Arm- und Stirnbänder und Leggings. Eine pink-schwarz gestreifte Bauchtasche hüpft bei den Ausfallschritten hoch und runter.&nbsp;</p>



<p>Mein Leben macht einen auf 80er!&nbsp;</p>



<p>Ich muss so lachen, dass ich meine Unlust plötzlich vergesse und mir meine, gegen das Outfit von meinem Leben, zugegebener Maßen eher langweiligen Sport Klamotten anziehe. “Los geht’s!” sage ich jetzt, schnappe mir meine Wasserflasche, Hausschlüssel und eine dickere Jacke. Die Zeiten von Shorts und T-Shirt am Abend sind vorbei. Mein Leben springt noch schnell in meinen Fahrradkorb und schon sausen wir in Richtung Treffpunkt vom Bootcamp.&nbsp;</p>



<p>In der Zeit, als ich mein Buch schrieb, waren die Frauen aus dem Bootcamp, die einzigen “Fremden”, die ich unter der Woche sah. Einmal in der Woche auspowern, war jedes Mal wieder anstrengend, aber mittlerweile möchte ich es nicht mehr missen. Es ist wie eine Frischluftkur für mein ganzes System: mein Geist wird frei, ich habe das Gefühl, ich kann wieder atmen und ein bisschen Kondition habe ich in einem Jahr auch schon aufbauen können. Muskeln? Sehe ich keine.</p>



<p>“Ich habe einen Gast mitgebracht! Mein Leben!” sage ich in die kleine Runde, die wie ich und mein Leben 10 Minuten zu früh zum Training erschienen ist. Bei der Buchung des Bootcamps war es mir wichtig, dass ich den Ort für das Training innerhalb kürzester Zeit zu Fuß oder mit dem Rad erreichen kann. Ich kenne mich einfach zu gut, würde das in der Innenstadt von München stattfinden oder auch nur eine U-Bahn Station entfernt, ich würde sehr oft schwänzen.&nbsp;</p>



<p>“Hey, cooles Outfit! Ich bin Verena.” Die Bootcamp Trainerin und mein Leben beäugen sich skeptisch und dann fangen beide an zu grinsen. Mein Leben verwickelt Verena in ein, wie ich annehme, Fachgespräche zur richtigen Kleidung zum trainieren.&nbsp;</p>



<p>Eine andere Teilnehmerin stößt zu uns und nach einem kurzen Hallo, platzt es aus ihr heraus: “Sucht vielleicht jemand von Euch eine 2 Zimmer Wohnung in Großhadern?”&nbsp;</p>



<p>Mir schießen spontan die Tränen in die Augen und ich hebe nur wortlos die Hand.&nbsp;</p>



<p>“Ja? Cool! Ich ziehe nämlich mit meinem Freund zusammen und meine Wohnung wird frei.”&nbsp;</p>



<p>Mein Leben zwinkert mir verschmitzt zu und formt mit seinen Lippen den Satz: “Sport! Ist! Gut!”</p>
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		<title>Auszug aus einer Therapiestunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Nov 2024 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust der Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, welchen Namen ich diesem Erlebnis geben soll, aber es war so:</p>
<p>Am Morgen, vor dem Geburtstag meiner verstorbenen Mutter, wachte ich auf und in diesem kurzen Momenten, zwischen Wachen und Schlafen, hatte ich das Gefühl meine Mutter sitzt an meinem Bett. So wie früher. Als ihre Anwesenheit noch die Geister unter meinem Kinderbett vertrieben hat. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/11/02/auszug-aus-einer-therapiestunde/">Auszug aus einer Therapiestunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich erzähle meiner Therapeutin von den vergangenen Wochen, die mit positiven Nachrichten gefüllt waren. Über den Bildschirm, ausnahmsweise findet die Therapiestunde online statt, sehe ich, wie ihre Augen zu leuchten beginnen. Ein breites Grinsen breitet sich über ihr Gesicht aus.&nbsp;</p>



<p>Ich erzähle weiter und in mir steigt eine Traurigkeit auf, die ich die letzten Wochen verdrängt habe. “Es kann doch nicht sein, dass mein Leben so einfach ist.” Die ersten Tränen kullern über meine Wangen. Meine Nase ist sowieso schon dicht von der Erkältung, die ich mir am letzten Sommertag am See zugezogen habe und jetzt bekomme ich keine Luft mehr. Rotz vom Weinen und Rotz vom Schleim sind keine gute Kombi. Ich krame ein Taschentuch aus meiner Jogginghose, die ich seit einer Woche nicht ausgezogen habe, mute mich und schnäuze mich einmal gründlich.<br><br>“Was passiert da gerade mit dir?” fragt mich die Therapeutin sanft. “Ich werde traurig.” antworte ich. “Ich kenne das nicht, diese Leichtigkeit. Diese Freude.” Meine Therapeutin lässt mich noch ein bisschen weinen. “Ich spüre da so einen richtigen Widerstand in mir.” Ich fahre fort. “Ich kann das alles…” Damit meine ich das positive der letzten Wochen “&#8230; doch nicht einfach annehmen. Oder…?”&nbsp;</p>



<p>Meine Therapeutin schweigt und schließt die Augen. Meine Therapeutin öffnet die Augen: “Kann es sein, dass du dich schuldig fühlst? Wegen deiner Mutter?”<br><br>Manchmal gibt es Fragen, auf die ich vom Kopf her keine Antworten habe. Keine Wörter kommen in diesen Situationen in mein Gehirn. Ich spüre die Antwort eher aus meinem Bauch heraus: Ja. Ich fühle mich schuldig.</p>



<p>“Glaubst du nicht, dass deine Mutter gewollt hätte, dass du glücklich bist?”&nbsp;</p>



<p>Da ist sie wieder die Frage, die schon so lange in mir lebt. Ich weiß nicht, wie oft ich über diese schon nachgedacht habe, sie mir aufgeschrieben habe. Immer und immer wieder. Und jedes Mal, so auch jetzt, berührt sie mich so tief, dass ich als Antwort nur unter Tränen antworten kann: “Ich glaube…” Ein Schluchzer zerreißt mich und ich muss erstmal wieder atmen. “Ich glaube, meine Mutter wünscht mir alles Glück dieser Welt.”&nbsp;</p>



<p>Ich weiß nicht, woher ich diese Antwort nehme. Auch sie kommt nicht aus meinem Kopf. Ich spüre sie einfach. In meinem Herzen.&nbsp;</p>



<p>Am Ende der Therapiestunde macht meine Therapeutin mir noch ein Angebot: “Kannst du dir vorstellen, dir jeden Tag aufzuschreiben, wenn dir etwas Gutes passiert?”&nbsp;</p>



<p>Ich sehe mich schon ein neues Notizbuch kaufen, einen neuen schicken Stift und … verwerfe den Gedanken gleich wieder. Ich kenne mich. Je komplizierter und aufwendiger ich es mir mache, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese “Hausaufgabe” wirklich mache. Dann also Notizen im Handy. Titel: ”Freudetagebuch”&nbsp;</p>



<p>“Schreib auf, wie du dich gefühlt hast. Also z.B. das und das war und ich habe mich nicht so … gefühlt.”<br></p>



<p>“Wie fühlst du dich jetzt?” Die klassische Abschluss Frage einer Therapiestunde.&nbsp;</p>



<p>“Leichter.” antworte ich.&nbsp;</p>



<p>“Wo in deinem Körper fühlst, spürst du das?”&nbsp;</p>



<p>Ich schließe kurz die Augen: “Meine Schultern fühlen sich leichter an. Ich habe nicht mehr so einen Druck in der Brust. Ich fühle mich viel klarer und irgendwie leichter ums Herz.”&nbsp;</p>



<p>“Schön!” Freut sich meine Therapeutin für mich. “Wollen wir den nächsten Termin ausmachen?”</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/11/02/auszug-aus-einer-therapiestunde/">Auszug aus einer Therapiestunde</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Geister</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2024/09/28/geister/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Sep 2024 11:12:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich weiß nicht, welchen Namen ich diesem Erlebnis geben soll, aber es war so:</p>
<p>Am Morgen, vor dem Geburtstag meiner verstorbenen Mutter, wachte ich auf und in diesem kurzen Momenten, zwischen Wachen und Schlafen, hatte ich das Gefühl meine Mutter sitzt an meinem Bett. So wie früher. Als ihre Anwesenheit noch die Geister unter meinem Kinderbett vertrieben hat. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/09/28/geister/">Geister</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Glaubst du an Geister?</p>



<p>Jenseitskontakte?</p>



<p>Energien?&nbsp;</p>



<p>Ich weiß nicht, welchen Namen ich diesem Erlebnis geben soll, aber es war so:</p>



<p>Am Morgen, vor dem Geburtstag meiner verstorbenen Mutter, wachte ich auf und in diesem kurzen Momenten, zwischen Wachen und Schlafen, hatte ich das Gefühl meine Mutter sitzt an meinem Bett. So wie früher. Als ihre Anwesenheit noch die Geister unter meinem Kinderbett vertrieben hat. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich anlächelt und mir sanft über das Gesicht streicht: &#8222;Kukla mu.&#8220; Mein Püppchen flüsterte sie. </p>



<p>Es war, als hätten sich meine Vergangenheit und mein Jetzt, wie feine Spinnweben verwoben und die Berührung meiner Mutter löste eine Erinnerung aus. </p>



<p>Meine Familie und ich sind früher fast jedes Jahr in den Wanderulaub nach Seefeld gefahren. Wir hatten dort eine Ferienwohnung gemietet, immer bei der gleichen Familie. Anfangs gingen wir noch alle zusammen wandern. Dann kamen die Anfänge der Pubertät und jeder der Kinder ging seinen eigenen Interessen nach. Ich ging reiten und flog im hohen Bogen von einem Pferd, um dann am nächsten Tag mich wieder in den Sattel zu schwingen. </p>



<p>Immer dabei war meine Tante, die Schwester meiner Mutter und ein Hund namens Derry. Ein wunderschöner Springerspaniel, der meine Tante abgöttisch liebte und sie ihn. Er war nur ein Leihhund und gehörte doch irgendwie zu uns dazu. </p>



<p>Er war ein treuer Begleiter auf all unseren Wanderungen und vor allem ein großer Fan von Tennisbällen. Selbst in den abgelegensten Gegend fand er diese zerknautschten und längst vergessen geglaubten, gelben Dinger und legte uns seine Beute stolz zu Füßen. </p>



<p>Auf einer Wanderung wälzte sich Derry wieder mal hingebungsvoll auf einer Wiese. Leider merkte meine Tante zu spät, dass er dabei einen Kuhfladen erwischt hat. Fluchend und schimpfend spritze sie an der nächsten Alm ab und wurde dabei selber nass. Wir lachten herzlich und die Geschichte ging in die Familienhistorie ein und wurde immer wieder ausgepackt, wie ein Geschenk was uns für immer verbindet. </p>



<p>Ich fühle Geborgenheit, wenn ich an diese Geschichte denke. </p>



<p>Ich war die Tochter meiner Mutter, die Schwester meiner Brüder und die LieblingsNichte meiner Tante. Alles erschien so einfach, mein Platz so klar geregelt. </p>



<p>Dann kam der Meteorit in Form dem Tod meiner Mutter und zerstörte das kleine Universum meiner Familie. Diese Erinnerungen helfen mir nicht zu vergessen, dass es sie mal gab: die Familie. Diese Erinnerungen, wie die Geschichte von Derry und dem Kuhfladen glimmen immer seltener in meinem Herzen auf. Sie sind leider sehr flüchtig, so wie Glühwürmchen die eigenwillig dann auftauchen wann sie wollen und nicht wann ich es will. <br><br>Deshalb schreibe ich sie lieber hier auf, damit ich sie nicht vergesse. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/09/28/geister/">Geister</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Krah, Krah. Die Stimme der Angst.</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2024/09/20/krah-krah-die-stimme-der-angst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2024 18:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
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		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust der Mutter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich laufe von meinem alten zu Hause in mein jetziges zu Hause. Ich fühle mich eng, so als hätte man mich in einen zu engen Anzug gesteckt. Die Knöpfe der Blusen an meinen Hals so dicht zugeknöpft, dass ich keine Luft mehr bekomme.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/09/20/krah-krah-die-stimme-der-angst/">Krah, Krah. Die Stimme der Angst.</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich laufe von meinem alten zu Hause in mein jetziges zu Hause. Ich fühle mich eng, so als hätte man mich in einen zu engen Anzug gesteckt. Die Knöpfe der Blusen an meinen Hals so dicht zugeknöpft, dass ich keine Luft mehr bekomme.</p>



<p>Neben mir klatschen schwarze Flip-Flops auf den grauen Asphalt, der von dem heißen Tag noch glüht. Braungebrannte Beine, eine flatternde schwarze Leinenhose, eine noch schwärzere Tunika.&nbsp;</p>



<p>„Ähm sorry. Wer bist jetzt du?“ frage ich die Person, die aus meinem Schatten hervorgetreten zu sein scheint.&nbsp;</p>



<p>„Angst.“ lautet die Antwort. Lässig reißt sie sich einen Grashalm vom Wegesrand und steckt ihn sich in den Mund.&nbsp;</p>



<p>„Öhm. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dich eingeladen habe…?“ Unsicher versuche ich, der Angst in die Augen zu blicken, was schwierig ist, da wir neben einander her laufen. Dazu verdeckt eine tiefschwarze, eckige Sonnenbrille ihre Augen ab.&nbsp;</p>



<p>„Tja… .“ Im Gleichschritt gehen wir weiter. Die Wege durch mein Viertel, die ich schon als kleines Mädchen an der Hand meiner Mutter gegangen bin. Ich weiß, dass wenn wir gleich um die Ecke biegen, da ein gelber Briefkasten steht. Dieser kam mir früher immer wie ein Wunder vor. Brief rein und schwupp. Ein paar Tage später eine Antwort.&nbsp;</p>



<p>Heute ist alles nur einen Klick entfernt. Die nächste Folge meiner Serien, E-Mails, mein Abendessen &#8211; alles ist gefühlt zehn mal schneller „da“. Warten ist ein Fremdwort geworden. Die Angst allerdings scheint alle Zeit der Welt zu haben. Ihr Schritt ist groß und langsam. Sie passt sich meinem Tempo an.&nbsp;</p>



<p>„Es ist wegen meinem Vater &#8211; richtig?“ Das griechische Wort für Zahnarzt hallt noch in meinem Kopf. Ich hatte meinem Vater meinen Duolingo griechisch Kurs auf meinem Handy gezeigt, bei dem in einer Übung ein Nikos vorkam, der Architekt ist. „Aber Nikos (mein griechischer Cousin im echten Leben) ist doch Zahnarzt.“ entrüstete sich mein Vater. Ich musste ihm erklären, dass das nur ein Beispiel war.&nbsp;</p>



<p>„Korrekt!“ Die Angst spukt den Grashalm aus. Nur um sich gleich den Nächsten vom Weg zu pflücken und zwischen die Zähne zu stecken. So weiße Zähne kenne ich nur aus dem Fernsehen &#8211; gebleicht &#8211; für die Kamera. Das hier ist aber mein echtes Leben, da gibt es kein vorspulen, wenn mir die Szene nicht gefällt.&nbsp;</p>



<p>„Er wird sterben… .“&nbsp;</p>



<p>Ich stelle der Angst keine Frage. Ich stelle diesen Satz zwischen uns. So, als würde ich ein Möbelstück in einem leeren Raum positionieren. Es ist die Wahrheit. Keiner lebt für immer. Nicht mal mein Vater, der eine echt harte Nuß ist. Nach seinem Schlaganfall vor vier Jahren entließ er sich selber aus der Reha und ging seinen eigenen Heilungsweg. Es ist die Wahrheit. Grasgrüne sehe ich den Satz vor mir. Er stinkt nach Schweiß und Desinfektionsmittel.&nbsp;</p>



<p>Die Angst plustert sich neben mir auf. Ihre flatternde schwarze Tunika erinnert mich an Amseln, die sich nach dem Bad in einer Pfütze die Flügel trocknen. Die Angst wird immer größer, ihre Klamotten wachsen mit ihr. Das Flügelschlagen schneller und schneller. Sie ist jetzt schon so groß, wie die Einfamilienhäuser, an denen wir entlang gehen. In ihrem Schatten ist mir plötzlich eiskalt. Ich zittere. Der Druck hinter meinen Augen nimmt zu. Ein sicheres Zeichen, dass ich den Tränen nahe bin &#8211; again.&nbsp;</p>



<p>Wir biegen um eine Straßenecke. Mein gelber Wunder Briefkasten kommt in Sicht. Jemand hält den Schlitz auf und starrt hinein. Es sieht ein bisschen lustig aus, wie die Person so da steht: gekrümmter Rücken, Hintern nach hinten gereckt. Die Angst schlägt mit ihren Flügeln und verliert eine schwarze Feder auf dem Weg. Doch die Szene am Briefkasten lenkt mich von ihr ab.&nbsp;</p>



<p>Die Person am Briefkasten muss uns wohl irgendwie wahrgenommen haben. Ihr Rücken streckt sich blitzschnell in die Höhe. Die Briefkasten Klappe schnalzt auf ihre Finger, den sie nicht schnell genug raus gezogen hat. „Verdammte Scheiße.“ Flucht sie, steckt sich den Finger in den Mund und lutscht hektisch daran, wie an einem Wassereis.&nbsp;</p>



<p>„Da seid ihr ja!“ Die Person kommt auf uns zu, hackt sich bei mir und meiner Angst ein und zieht sich uns weiter in Richtung meiner Wohnung. “Tod! Sterben!” Krächzt meine Angst nochmal.&nbsp;</p>



<p>„Aber nicht heute.“ Mit erhobenem Zeigefinger wackelt die Person meiner Angst vor den Augen herum. Ich erkenne sie jetzt. Es ist meine Vernunft, die ich da am Briefkasten aufgegabelt habe.&nbsp;</p>



<p>Die Angst verwandelt sich daraufhin in eine schwarze Krähe. Schwer setzt sie sich auf meine rechte Schulter. Ihre Krallen graben sich in meine Haut und tun mir weh.&nbsp;</p>



<p>Die nächsten Tage verbringe ich in einem inneren Alarmzustand. Unruhe lässt mich durch meine Wohnung tigern. Meine üblichen Bewältigungsstrategien, wie Yoga, lange Spaziergänge oder sehr viele Zigaretten, beruhigen mich einfach nicht.&nbsp;</p>



<p>„Er wird sterben.“&nbsp;</p>



<p>Ein Satz, der so schnell hier hin getippt ist und doch nagt er sich durch meine Eingeweide. Meinem Vater geht es jetzt gut. Seine gute Gesundheit ist ein Segen, über den ich mir sehr bewusst bin. Aber wie lange noch?&nbsp;</p>



<p>„Krah, Krah.“ Die Angst hat sich auf einen Ast genau gegenüber meinem Wohnzimmerfenster positioniert. Dort sitzt sie seit unserem Spaziergang. Mal hüpft in den Blättern hin und her. Mal dreht sie ihren schwarzen Kopf so, dass ihre schwarz glänzenden Augen mir in die Seele sehen. An manchen Tagen hört sich ihr “Krah Krah” auch an wie: „Allein, Allein.“ Es muss wohl an der Magie der Trauer liegen, dass ich auf einmal die Sprache der Tiere verstehe.</p>



<p></p>
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		<title>Zwischen Trauer, Magie und Alltagsrealität: mein persönlicher Weg des Schreibens</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2024/09/14/zwischen-trauer-magie-und-alltagsrealitaet-ein-persoenlicher-weg-des-schreibens/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 07:25:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust der Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Doch auch am nächsten Tag beschäftigt mich das Wort, nicht agápi, sondern das Wort Familie. Ein alter Schmerz zieht in mein Herz. Die Frage nach dem “wo gehöre ich hin?”</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/09/14/zwischen-trauer-magie-und-alltagsrealitaet-ein-persoenlicher-weg-des-schreibens/">Zwischen Trauer, Magie und Alltagsrealität: mein persönlicher Weg des Schreibens</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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<p>Ein langes Wochenende &#8211; juchu!!! Eingeläutet mit dem für mich schönsten Feierabend: im Hofgarten Sushi Essen. Gut, die Wiese ist noch ein bisschen nass von dem Regen am Abend vorher, der ausnahmsweise die drückende Hitze dieses Augusts unterbricht. Ich ruckle meinen Hintern noch ein bisschen auf der Papiertüte hin und her, in der ich das Sushi von meinem Lieblings Take Away geholt habe und beiße dann genüßlich in den ersten Happen.&nbsp;</p>



<p>Mein Blick gleitet in meinen Rucksack, aus dem mir ein neues Buch entgegenwirkt. Ich war davor im Hugendubel &#8211; für mich DER Laden. Da können&nbsp; Gucci, Prada einpacken. Lesen ist sexy. Bücher sind sexy. Das Kopfkino, das beim Lesen losgeht ist für mich überlebenswichtig geworden.</p>



<p>Ich tunke ein weiteres Sushi Stück in das Soja-Soßen/Wasabi Gemisch und mir fällt ein, dass ich ja selber auch ein Buch geschrieben habe.&nbsp;</p>



<p>Drei Monate und zwei Jahre habe ich es geschrieben. Umgeschrieben. Aufgehört. Wieder neu angefangen. Ich habe einfach immer weiter geschrieben. Habe mich den Geschichten, die ich erzählen wollte, auf Zehenspitzen genähert. Es war, wie ein Flasche Wein zu entkorken und diese bis auf den letzten Tropfen auszutrinken. Nur dass es in meinem Buch um mein tiefstes Trauma &#8211; den Verlust meiner Mutter geht.&nbsp;</p>



<p>In meinem Lieblings Buchladen, dem Hugendubel, ist die Ratgeber Ecke über die letzten Jahre extrem gewachsen. Ich weiß noch vor zwanzig Jahren, war das nur ein Regal, jetzt sind es viele, viele Meter an Regalen. Keiner schämt sich mehr, dort zu stehen. Die Themen Glück, Trauma, erfülltes Leben reihen sich stolz aneinander, so als würden sie verführerisch flüstern: Lies mich. Lies mich und es wird alles gut.&nbsp;&nbsp;</p>



<p>In der Ratgeber Ecke gibt es in jeder Filiale ein kleines Abteil zum Thema Trauer/Tod. Die meisten Bücher, die dort stehen sind mir bekannt oder ich habe sie bereits gelesen. Nur eines fehlt dort noch: meins.&nbsp;</p>



<p>3 Coachings zum Thema “Wie werde ich als Autorin zur Marke”</p>



<p>1 Coaching zum Thema “Wie schreibe ich ein Buch”</p>



<p>10 unbeantwortete Bewerbungen bei Verlagen und Literaturagenturen später, bin ich ernüchtert.&nbsp;</p>



<p>Es ist wie, wenn der Ex, der sich von dir trennt, weil er eine Neue hat und du dich frägst: was hat die was ich nicht habe? Was “haben“ all diese Autoren:innen, die publiziert im Regal stehen, was ich nicht habe? Mehr Geduld, mehr Glück, mehr &#8211; soll ich es wirklich zu Ende denken &#8211; T A L E N T?&nbsp;</p>



<p>Vielleicht ist der Erfolg als Autorin ebenfalls etwas Individuelles?</p>



<p>Vielleicht ging es beim Schreiben meines Buches einfach ums SCHREIBEN?&nbsp;</p>



<p>In den drei Monaten in denen ich täglich schrieb, flossen die Geschichten nur so aus mir heraus. So als “wäre es einfach gerade dran.”&nbsp;</p>



<p>Meine Freundin Vera nennt mich manchmal “Tiefseetaucherin”. Sie meint damit, dass ich zu tief in meine inneren Themen einsteige und mich dann im Zerdenken in diesen verliere. Denken und schreiben funktioniert bei mir nicht. Es ist irgendwie ein unheimlicher Prozess, wenn ich tippe. Die Wörter fließen aus mir &#8211; in die Tasten und daraus entstehen Geschichten.&nbsp;</p>



<p>Während ich mein Buch schrieb, tauchte ich tief hinab. Bis an den Meeresgrund meiner Erinnerungen: Meine Trauer führt mich im Buch und im echten Leben nach Bali, zu meiner depressiven Episode mit Selbstmord Gedanken und in eine Zeit in der ich von einem spirituellen Guru abhängig war. Ich wollte nicht, dass die Trauer bei mir einzieht und als Dauergast auf meiner Couch nächtigt. Ich wollte sie eigentlich immer nur “weg” haben. Dass sie mir am Ende ein Freund werden würde &#8211; beim Schreiben und im echten Leben, wusste ich damals nicht.&nbsp;</p>



<p>So seltsam es sich vielleicht anhören mag, aber meine Trauer brachte die Magie zurück in mein Leben. Es passierten seltsame Dinge, während ich schrieb: ich schrieb über einen goldenen Füller in meinem Buch, der mir das Leben rettete &#8211; beim Spazieren gehen im echten Leben fand ich einen Kugelschreiber. Ich schrieb über das rote Paar Adidas Sneaker, das ich an dem Tag als meine Brüder und ich vergebens durch Krankenhaus Gänge hetzen und im echten Leben gingen meine Nike Sneakers kaputt.</p>



<p>Mysteriöse “Zufälle” oder die “Road Magic” von der meine Freundin von ihren Radreisen mir erzählt hatte? Julia Cameron beschreibt diese “Zufälle” in ihrem Buch “The Artist Way” als &#8222;Synchronizitäten&#8220;, die dem “Künstler in dir” nun mal passieren, wenn er/sie/they die Kunst auslebt, die durch ihn geboren werden will. Denn ja, manchmal fühle ich mich als Mutter meines Buches &#8211; mit der längsten Geburt.</p>



<p>“Für die Schublade schreiben” ist ein beliebtes Schreckgespenst unter Autoren:innen. Da meine Trauer und ich schon genug Schrecken gemeinsam erlebt haben, gönne ich dem Buch “Gespräche mit meiner Trauer” einen Ehrenplatz im Regal. Gebunden im Copyshop in meinem Viertel. Für jetzt.&nbsp;</p>



<p>Der große Traum: mein Buch im Hugendubel in eben jenem Ratgeber Regal besuchen zu können, brannte lange in mir. Der Brand hat sich auf eine kleine Flamme reduziert. Die Realität ist nun mal die: ein Kühlschrank füllt sich nicht von alleine, eine Miete muss gezahlt werden und noch die ganzen anderen kleinen Unannehmlichkeiten und Annehmlichkeiten eines Lebens, die kosten. Die Flamme glimmt noch in der Asche. Durch das Schreiben meines Blogs versuche ich sie am Leben zu halten, mich im Schreiben zu üben, weiter zu machen, dran bleiben &#8211; bis… .&nbsp;</p>



<p>Mein Leben liefert mir den Stoff gerade für alle Geschichten, die hier auf dem Blog entstehen. Selbst wenn ich diese einem Verlag anbieten würde, so kann ich ihm pitch text nicht sagen, wie es ausgeht oder was ich erreichen werden. Sicher ich habe meine zwei ziele für dieses jahr: ein job &#8211; check und eine neune wohung &#8211; un-check. Mein neuer Traum ist ein eigenständiges Leben zu führen. Er ist zum greifen nahe. Der neue Job, der nach drei Monaten nicht mehr ganz so glänzt, hilft schon mal. Nur noch die aktuelle Wohnung muss weg und eine günstigere her. Viel, viel günstiger.</p>



<p>In den Nächten als ich immer und immer wieder panisch meinen Kontostand checkte und diverse Möglichkeiten durchspielte, wie ich die aktuelle Wohnung halten kann folgte eine Panik Attacke der nächsten. Ich schwor mir mich n i e w i e d e r in eine solche finanzielle Schieflage zu begeben! Am Ende findet diese nur in meinem Kopf statt. So oft ich meinen Kontostand checkte, so oft zeigte er mir die gleichen Zahlen, die ja weniger wurden, aber zu keiner Zeit war ich wirklich existenziell bedroht &#8211; alles nur Kopfkino und Drama.&nbsp;</p>



<p>Die Vernunft, dieser langweilige Geselle, hat sich nun meinen Geldbeutel und die Passwörter für mein Geld geschnappt und waltet nun streng über jeden Ein- und Ausgang. Selbst beim Urlaub buchen, sieht sie mir streng über die Schulter und sagt: Es geht nur eine Woche &#8211; Irene. Ich zeige ihr einen Vogel und buche meine Unterkunft für 1,5 Wochen. Sie verdreht die Augen und schnalzt mit der Zunge. Ob die Vernunft mich noch mal besuchen kommt? Bestimmt.&nbsp;</p>



<p>&#8222;Hmm.&#8220; Neben mir räuspert sich mein Leben und guckt auf seine Uhr. &#8222;Hast du nicht was vergessen?&#8220;<br>Shit! Mein Buchclub! Hastig packe ich meine leer gefutterten Sushi Verpackungen in meine Sitztüte und eile in Richtung lieber, neuer Menschen in meinem Leben, denen das Lesen genau so große Freude bereitet, wie mir.</p>



<p>Vielleicht bleibe ich auch einfach weiterhin &#8222;nur&#8220; treuer Leserin und Hobby-Autorin? Eins ist sicher: mein Leben wird es mir zeigen. Meine Trauer wird für Magie auf diesem Weg sorgen. </p>
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		<title>FOMO rückwärts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Sep 2024 14:36:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Doch auch am nächsten Tag beschäftigt mich das Wort, nicht agápi, sondern das Wort Familie. Ein alter Schmerz zieht in mein Herz. Die Frage nach dem “wo gehöre ich hin?”</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/09/01/fomo-rueckwaerts/">FOMO rückwärts</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Doch auch am nächsten Tag beschäftigt mich das Wort, nicht agápi, sondern das Wort Familie. Ein alter Schmerz zieht in mein Herz. Die Frage nach dem “wo gehöre ich hin?”&nbsp;</p>



<p>Ich denke zurück an meinen Kurztrip nach Griechenland dieses Jahr. Eine Erbschaftsangelegenheit musste geregelt werden und mein persönliches Erscheinen plus Unterschrift waren dazu nötig. Nach Thessaloniki zurückzukehren war nicht wirklich, wie “nach Hause” kommen. Hier hatte ich zwar bei dem griechischen Teil meiner Familie, doch wirklich heimisch fühlte ich mich dort nicht. Da half auch nicht, dass mein vergilbtes Kinderfoto mir zulächelte.&nbsp;</p>



<p>Den griechischen Teil meiner Verwandtschaft nach mehr als 20 Jahren wieder zu sehen, war, als hätte ich mich erst gestern von ihnen verabschiedet. Keiner hatte sich verändert. Meine Cousin/Cousine haben insgesamt vier Kinder großgezogen in der Zeit, in der wir uns nicht gesehen hatten. Stolz zeigten sie mir und meinem Bruder ihre Kinder über Facetime. Wir winkten in die Kamera, irgendwie Fremde und irgendwie auch nicht.&nbsp;</p>



<p>Den Stolz und die Liebe, den mein Cousin/Cousine für ihre Kinder haben, habe ich nicht erlebt.&nbsp;</p>



<p>Als mich mein Cousin und seine Ehefrau am Abend unserer Ankunft in mein Hotelzimmer brachten, “just to make sure you are okay”, traten mir die Tränen in die Augen, nachdem ich die Tür hinter ihnen geschlossen hatte. Ich musste an die vielen Hotelzimmer denken, in denen ich die letzten Jahre übernachtet habe. Mit Schrecken ist mir bewusst geworden, dass mich zuvor noch nie jemand zu diesen Türen gebracht hat.&nbsp;</p>



<p>Ich hatte mich so gegen diesen Kurztrip gesträubt. Mir erschien es so sinnlos für eine bürokratische Sache extra Zeit, Energie und Geld in die Hand zu nehmen. Konnte man das nicht von München aus regeln? Über das Konsulat? Lange zögerte ich diese Reise hinaus, lange überlegte ich hin und her. Am Ende war es die schönste Reise, die ich je gemacht habe.&nbsp;</p>



<p>Die Ehefrau meines Cousins ging mit uns dann auf das Amt. Am Abend vorher wurden mein Bruder und ich noch gebrieft: “Tut so, als würdet ihr griechisch sprechen können.” Uns wurden ein paar Sätze beigebracht. “Hallo, ich heiße Kasapis.” “Ich wohne in München.” Naja, beigebracht ist zuviel gesagt. Beide meiner Brüder haben einen Sommer griechisch Kurs in Thessaloniki gemacht, ich hatte “nie Zeit”. Um ehrlich zu sein, hatte ich nie den Mut.&nbsp;</p>



<p>Genauso wenig hatte ich den Mut, für ein Austauschprogramm im Gymnasium nach Leipzig zu gehen. Stattdessen kamen zwei nette Mädels zu uns und eine verlor ihre Kontaktlinse im Waschbecken. Seltsam an was ich mich erinnere.&nbsp;</p>



<p>Mein großer Traum, mit einem anderen Austauschprogramm in die USA zu gehen, scheiterte auch. An was, weiß ich schon gar nicht mehr.&nbsp;</p>



<p>Meine offizielle Ausrede war immer meine Oma. Sie wäre zu alt und bräuchte mich als Hilfe im Haushalt, besonders nach dem Tod meiner Mutter. Dass meine Oma den kompletten Haushalt schmiss &#8211; inklusive frisch gekochter Mittagessen jeden Tag, musste ja keiner wissen.&nbsp;</p>



<p>Habe ich also eine oder mehrere wesentliche Lebenserfahrungen verpasst?&nbsp;</p>



<p>Hätte ich jetzt, mit 43 den Mut dazu, nochmal ganz neu in einer anderen Stadt, in einem anderen Land neu anzufangen?&nbsp;</p>



<p>Ich habe keine Antworten auf diese Fragen.&nbsp;</p>



<p>Zurück bleibt nur FOMO &#8211; die Angst (in der Vergangenheit) in meinem Leben etwas verpasst zu haben.</p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Wer sitz hier eigentlich am Steuer?</title>
		<link>https://irenekasapis.de/2024/08/24/wer-sitz-hier-eigentlich-am-steuer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 10:55:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Neuanfang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist einer dieser Sommertage im August, wo alles perfekt erscheint. </p>
<p>Ich lag den halben Tag im Park - perfekt. </p>
<p>Mein Stammplatz trägt noch meinen Körperabdruck von gestern - perfekt. </p>
<p>Ein Buch habe ich fertig gelesen - perfekt. </p>
<p>Ein weiteres wartet schon auf mich - perfekt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://irenekasapis.de/2024/08/24/wer-sitz-hier-eigentlich-am-steuer/">Wer sitz hier eigentlich am Steuer?</a> erschien zuerst auf <a href="https://irenekasapis.de">Irene Kasapis</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Es ist einer dieser Sommertage im August, wo alles perfekt erscheint.&nbsp;</p>



<p>Ich lag den halben Tag im Park &#8211; perfekt.&nbsp;</p>



<p>Mein Stammplatz trägt noch meinen Körperabdruck von gestern &#8211; perfekt.&nbsp;</p>



<p>Ein Buch habe ich fertig gelesen &#8211; perfekt.&nbsp;</p>



<p>Ein weiteres wartet schon auf mich &#8211; perfekt.&nbsp;</p>



<p>Jetzt sitze ich auf dem Rad auf dem Weg nach Hause. Ein warmer Wind weht mir um die Ohren, die Luft ist noch so warm, dass ich abends um 7 noch schwitze, der Himmel über mir so blau, wie…&nbsp;</p>



<p>“Du hast deiner Tante versprochen, das Grab zu gießen.” kommt es aus meiner Tasche, die sowieso schon vollgepackt ist mit Essen, Bücher, meinen Stiften und meinem Mandala Malbuch. Wie meine Trauer sich da rein gequetscht hat, ist mir ein Rätsel. Muss wohl einer ihrer magischen Tricks sein.</p>



<p>“Ich will nicht. Kann nicht ein Tag lang alles perfekt sein?” stöhne ich zurück. In dem Moment, als meine Trauer sich gemeldet hat, erkenne ich, dass auf meinem Lenker vor mir mein Leben sitzt. Sein pinkes Träger Top flattert im Wind und es versperrt mir die Sicht. Mein Rad ist gefühlte 20 Kilo schwerer geworden mit meinen zwei Reisebegleitern. Kurz schlingert mein Rad. Ich denke, dass wir stürzen, doch mein Leben ruft begeistert: “Du kannst das &#8211; Irene!”&nbsp;</p>



<p>Also biege ich links ab. Eigentlich geht es rechts nach Hause. Dass meine Trauer überhaupt das Haus verlassen hat, grenzt schon an ein Wunder. “Is zu heiß!” maulte sie und schmiss noch eine Folge von unserer geliebten Netflix Sendung <em>Love is blind</em> an und schob sich ein weiteres Eis in den Mund. Mit der Aussicht auf noch ein Eis von dem Lieblings Konditor in meinem Viertel (Kugel Eis: 2,20 EUR! &#8211; aber hey, für meine Trauer scheue ich keine Kosten), konnte ich sie dann doch dazu bewegen, ihren Hintern nach draußen zu bewegen.&nbsp;</p>



<p>Ich radle jetzt durch den Friedhof. Eigentlich dachte ich a l l e und damit wirklich a l l e Wege in diesem “großen Garten”, wie meine Tante diesen Ort immer nennt, zu kennen. In der Corona Zeit war ich hier täglich stundenlang spazieren. Doch irgendwas scheint in meinem Gehirn heute nicht zu funktionieren, ob es die Hitze des Tages ist oder mein leerer Magen, aber ich verfahre mich.&nbsp;</p>



<p>Ich finde das Grab meiner Mutter und Oma nicht.&nbsp;</p>



<p>Die bemoosten, verwitterten Steine am Wegesrand zeigen alle die falschen Nummern!</p>



<p>“Nur die Ruhe bewahren!” ruft mein Leben vor mir auf dem Lenker und steckt sich die teure Sonnenbrille, die eigentlich meine ist, ins Haar.&nbsp;</p>



<p>“Ich finde das Grab nicht!” Die Tränen schießen mir in die Augen. &#8222;Mama, ich finde dich nicht!” Meine Sicht verschleiert sich. Da spüre ich die Hand meiner Trauer auf meinem Rücken. Sie zieht kleine Kreise und beruhigt mich.&nbsp;</p>



<p>“Fahr einfach weiter, bis dir etwas vertraut vorkommt.&#8220; Ich radle weiter an 100 Grabsteinen. 100 Namen mit ebenso vielen, wenn nicht noch mehr Hinterbliebenen.&nbsp;</p>



<p>Plötzlich taucht ein Grabkerzen Verkaufsautomat auf, den ich erkenne. Ich radle weiter auf ihn zu und sehe, dass es der Weg zum Haupteingang des Friedhofs ist. Gleichzeitig auch der Notausgang, was ich aber auch erst weiß, nachdem ich mich am Friedhof eingeschlossen hatte.&nbsp;</p>



<p>Ich atme tief durch und drehe vorsichtig um. Ich kenne jetzt wieder den Weg. Mühelos radle ich nun zu dem rosa Marmorstein, der für immer den Namen meiner Mutter trägt und wo nur eine Kerze an meine Oma erinnert.&nbsp;<br><br>Wann war ich das letzte Mal hier? frage ich mich, als ich absteige. Es muss noch vor meinem Job gewesen sein. Plötzlich bekomme ich eine schreckliche Angst, dieses Viertel, in dem ich schon immer wohne wegen meines geplanten Umzugs verlassen zu müssen. Das Grab meiner Mutter und Oma. All die Erinnerungen, die in jedem Winkel in diesem Viertel stecken… Ich kann die doch nicht auch noch zurück lassen. Wieviel loslassen muss ich denn noch in meinem Leben?&nbsp;</p>



<p>Mein Leben betrachtet aufmerksam den Grabstein, die Eisbegonien, die meine Tante gepflanzt hat und den bunt bemalten Stein, den ich irgendwann zu den Porzellan Engel auf den kühlen Marmor gelegt habe. Meine Mutter sollte ein Stück von mir bei sich haben.&nbsp;</p>



<p>“Weißt du…” fängt meine Trauer an, während wir beide zu dem nahegelegenen Brunnen gehen, um Wasser zum Gießen zu holen. “&#8230; deine Mutter hätte nie! Niemals gewollt, dass du so leidest wegen ihrem Tod.” Meine Trauer dreht mühelos den Wasserhahn des Brunnes auf, den ich immer nur mit Müh und Not aufbekomme. Kurz legt sie den Kopf schief und lauscht dem rauschenden Wasser und ihrer Quelle.&nbsp;</p>



<p>Entschieden schüttelt sie den Kopf: “Nein! Sie wollte, will, dass du dein Leben liebst!”&nbsp;</p>



<p>Schwungvoll schnappt sich meine Trauer zwei der schweren Gießkannen und watschelt so zum Grab. Stumm dackle ich ihr hinterher. Es ist nicht so, dass ich diesen Gedanken nicht schon 1000 mal selber gedacht hätte. Es hat einfach so verdammt weh getan meine Mutter zu verlieren. Ich war 16 Jahre alt!</p>



<p>Meiner Trauer beim gießen zuguckend, stehen meine Leben und ich vor dem Grab. Mir fließen die Tränen die Wangen herunter, wie vorhin noch der Schweiß. Mein Leben nimmt meine Hand sanft in ihre und flüstert mir ins Ohr: “Agápi.”<br><br>Später, zu Hause, mein Leben liegt frisch geduscht auf meinem Balkon, meine Trauer mit der nächsten Folge <em>Love is blind</em> auf der Couch, google ich, was “Agápi” bedeutet:&nbsp;</p>



<p>Αγάπη (agápi) ist das griechische Wort für Liebe. Es ist ein umfassender Begriff, der viele verschiedene Arten von Liebe umfassen kann, von romantischer Liebe bis hin zu familiärer und freundschaftlicher Zuneigung.&nbsp;</p>



<p>Kurz frage ich mich, ob mein Duolingo griechisch Kurs (Lektion eins: ”to avocado einai ros” &#8211; “Die Avocado ist pink.”) auf mein Leben abfärbt. Doch dann stupst mich meine Trauer in die Seite und wackelt mit den Augenbrauen. Ein gut aussehender Mann steht vor der Kamera. Ich lege das Handy weg und lasse mich von den Dramen anderer verführen.</p>
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		<title>Verpasste Chance?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Irene Kasapis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Aug 2024 10:23:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Leben mit Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Verlust der Mutter]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerbewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Reise]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Neubeginn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>“Liebes Leben…”<br />
Ich kaue an meinem geliebten Kugelschreiber und blicke aus meinen bodentiefen Fenstern hinaus in die grünen Blätterwand. Jetzt im Sommer verschont sie meinen Blick auf den gegenüberliegenden Krankenhaus Parkplatz. Ich habe nicht den Mut mit meinem von Angesicht zu Angesicht zu sprechen und dachte mir, ich als “Autorin” schreibe ihm einfach einen Brief. Kann es ja dann lesen und damit machen was es will. Die sanfte Brise, die an diesem Sommertag durch meinen geöffneten Balkonfenster weht, lässt die Papierbahne mit dem Wort “Wohnung” bedrohlich flackern. Ich habe diese, wie einen Vorhang, schon so oft hin-und her gezogen, dass sie schon ganz zerknüllt ist. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„Hey, habt ihr was bei UPS bestellt?“</p>



<p>Meine Trauer ist zu Hause und hütet meine Couch, während ich in der Arbeit bin. Mein Leben sitzt mir gegenüber und … ich weiß eigentlich gar nicht so genau, was mein Leben den ganzen Tag so tut, während ich arbeite. Es greift zum Handy um die Nachricht zu lesen, die ich gerade in unsere WhatsApp Gruppe geschickt habe.</p>



<p>„👎“ antwortet meine Trauer. <br>So eloquent sie in echt ist, so kurz angebunden ist sie in der digitalen Welt. Sie meint dazu immer: „Mich kann man so schlecht spielen.“ als wäre sie eine Hauptfigur in einem Film.</p>



<p>Mein Leben zögert verdächtig lange mit seiner Antwort. Es schaut aus dem Bürofenster, blickt kurz mich an, meine Kollegin, blinzelt auffällig und tippt.</p>



<p>Oben in der WhatsApp Gruppe erscheint der Text: <em>mein Leben schreibt</em></p>



<p>Eine weitere E-Mail flattert in mein Postfach. Ein Kunde möchte den Text im Balken exakt zentriert haben. Ich stöhne innerlich und bearbeite die Datei. Erst nach einer Stunde und weitern Änderungen, checke ich wieder WhatsApp.</p>



<p>„Vielleicht.“ hat mein Leben geantwortet.</p>



<p>„Was denn?“ tippe ich schnell zurück, bevor weitere E-Mails reinkommen. </p>



<p>„Das wirst du dann schon sehen.“ antwortet mein Leben sofort. </p>



<p>„Aha“ antworte ich.</p>



<p>„Du weißt aber schon, dass meine Trauer nicht die Tür aufmachen kann.“ schieße ich noch schnell hinterher.</p>



<p>„DU musst die Tür aufmachen.“ </p>



<p>„Ich sitze aber hier und UPS schreibt Lieferfenster 11:30-15:30 Uhr &#8211; Annahme nur mit Unterschrift.“ </p>



<p>„🤷🏻‍♀️“ antwortet mein Leben.&nbsp;</p>



<p>Geneigtheit kriecht unter meine Haut. Ich stehe von meinem Bürotisch auf und schnappe mir eine Zigarette. Mein Leben folgt mir stumm zum Aufzug. In der Arbeit ist mein Leben immer ungewohnt still, erst beim Rauchen taut es wieder auf. </p>



<p>„Also?“ Ich nehme einen tiefen Zug aus meiner Zigarette. </p>



<p>„Ich&#8230;, also&#8230;, ich habe etwas bestellt…“ mein Leben macht eine Pause und wippt mit den Fersen auf und ab. </p>



<p>„Schon klar &#8211; die Frage ist was?“ Frage ich ungeduldig. </p>



<p>In diesem Moment kommt ein sehr gut aussehender Mann zur Eingangstür. Groß, breite Schultern, zerzauste blonde Haare zum Zopf gebunden &#8211; mehr so Surfer meets Corporate. Als er mich da mit meinem bunt gekleideten Leben stehen seht,  zögert er kurz, sieht auf den Boden, seiht mich an und sagt dann: „Hi!“ <br>Ich antworte: „Hi“ und schaue ebenfalls auf den Boden. Die pinke Socken meines Lebens verteilen Glitzer vor dem Bürogebäude und die aufgedruckten Einhörner grinsen mir fröhlich zu. Wo hat mein Leben immer diese Sachen her? </p>



<p>Mr. Hottie McPretty verschwindet im Bürogebäude. </p>



<p>Mein Leben sieht mich bedeutungsvoll an und wackelt noch bedeutungsvoller mit den Augenbrauen.&nbsp;</p>



<p>„Was?“ frage ich es ungeduldig, weil meine Raucherpause sich dem Ende zu neigt.&nbsp;</p>



<p>„Amore.“ flüstert mein Leben mir leise zu.</p>



<p>„Nein!“ flüstere ich zurück. Ein paar gut gekleidete ältere Damen mit flotten Kurzhaarschnitten kommen uns auf dem Weg zum Aufzug entgegen. </p>



<p>„Lass doch die Trauer das Paket annehmen.“ Mein Leben mustert sich im Spiegel des Aufzugs, der uns wieder ins Büro bringt. </p>



<p>„Du kennst wohl die Gesetze der Trauer nicht?“&nbsp;</p>



<p>&#8222;Bitte?&#8220; Mein Leben zieht sich die Ärmel ihres gelb geblümten Hemdes runter und sieht mich überrascht an. </p>



<p>„Das Trauer ABC besagt: Z, wie zu viel Angst.“ </p>



<p>Wir biegen um die Ecke, und gehen wieder zu meinem Arbeitsplatz. Meine Kollegin teilt mir mit, dass Kunde x nun doch wieder alles ganz anders möchte. Freudig mache ich mich an die Arbeit, froh dem Thema &#8222;Amore&#8220; entkommen zu sein. </p>



<p>„Ich frage meine Nachbarin ob sie das Paket annehmen kann.“ tippe ich noch schnell in die WhatsApp Gruppe.</p>



<p>Die folgenden E-Mails finde ich zum Feierabend in meinem privaten Postfach: <br>Entschuldigung, dass wir Sie verpasst haben.</p>



<p>Aus der U-Bahn schreibe ich meiner Trauer:</p>



<p>„Warum hast du UPS nicht die Tür aufgemacht?“</p>



<p>„Das musst du machen!“ textet meine Trauer zurück.<br>“So wie du mir damals die Tür aufgemacht hat.”&nbsp;</p>



<p>Not in a Million years, denke ich. </p>
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